ZU TISCH IN … ISTANBUL

DAS REZEPT

Güvec – Türkischer Schmortopf (6-8 Personen): 1 kg Lammfleisch, ½ kg grüne Bohnen, 2 Zucchini, 1 Aubergine, 2 Kartoffeln, 2 Paprika, 3 Tomaten, 3 Zwiebeln, Knoblauch, Thymian, Minze, Paprika, Salz und Pfeffer.

Alle Zutaten klein schneiden und in Schichten in einen Tontopf geben. Zuerst das Lammfleisch, darüber die Bohnen, die Zucchini, die Aubergine, die Paprika, die Kartoffeln und zuletzt Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch. Auf kleiner Flamme kochen und nach Geschmack mit Thymian, frischer Minze und Paprika würzen. Alternativ kann der Schmortopf auch im Backofen gegart werden.

Afiyet olsun – Guten Appetit!

DIE STADT

Byzanz für die Griechen, Konstantinopel im Oströmischen Reich und Istanbul unter den Osmanen – die größte Metropole der Türkei war stets Tempel der Hochkultur und eint wie kein anderer Ort die östliche und westliche Welt. Dazwischen liegt der Bosporus, der das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet und Istanbul zu einem wichtigen Wirtschafts- und Handelszentrum macht. In den letzten 50 Jahren siedelten sich hier elf Millionen Menschen aller Nationen und Kulturen an und sorgten für ein wildes Straßentheater in einem Mosaik aus unvergleichlichen Stadtteilen.

ZU TISCH

Frische Zutaten, reine Aromen, Gewürze und Kräuter zeichnen die Speisen der türkischen Küche aus, die in vielen kleinen Portionen zu einer Mahlzeit gehören: Oliven, gefüllte Paprika, Hommus, Blätterteig oder Teigfladen mit Hack-fleisch, Gemüse und Käse. Dazu wird Tee oder der Anisschnaps Raki gereicht. Extrem süß und raffiniert sind die Desserts wie das Blätterteiggebäck Baklava oder das aus Sirup hergestellte Loukoum-Konfekt. In Istanbul kann man rund um die Uhr und selbst spät nachts noch gut essen. Der Klassiker unterwegs: Sesamringe, Simit genannt, werden überall verkauft.

TYPISCH ISTANBUL

Allein die Möwen, die Dächer, Straßen und Marktplätze der Stadt bevölkern, machen das Meer in Istanbul allgegenwärtig. Der Bosporus gehört zu Istanbul wie der Ku’damm zu Berlin. Mehr als zwei Millionen Menschen überqueren täglich die Meerenge – über die zwei mehrspurigen Brücken oder auf einer Fähre, die sich vorbei an Tankern, Fischerboten, Containerschiffen und Lotsen an das andere Ufer windet. Auf der 20-minütigen Überfahrt bleibt immer genügend Zeit für ein Glas Çay, türkischer Schwarztee mit viel Zucker.

ISTANBUL HÖREN

Bei Fernweh helfen die Filme des Regisseurs Fatih Akin. In "Crossing the Bridge – The Sound of Istanbul" fängt er die Klänge der Stadt ein. Eine Symbiose aus modernen Stilen wie Rock oder Hip-Hop und orientalischer Musiktradition zeichnet ein vielfältiges akustisches Porträt. So verbindet auch die Gruppe Baba Zula elek-tro-nische Klänge und traditionelle Instrumente zum Oriental Dub.

Kategorien: September 2010