aurore.schaller@arte.tv

Oliver Stone

Oliver Stone ist einer der Großen Hollywoods. Der amerikanische Querdenker, der mit seinen Filmen – unter anderem „Platoon“, „JFK“ und „Natural Born Killers“ – sein Publikum provozierte und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, hat sich in seinem Film „World Trade Center“ an das letzte große amerikanische Trauma, den 11. September, gewagt. Sein neuer Film „W.“, eine Biografie des Noch-Präsidenten George W. Bush, wird bereits mit Spannung erwartet. Der Themenabend zeichnet das Porträt eines der erfolgreichsten und innovativsten, aber auch eines der umstrittensten Filmemacher der letzten 20 Jahre. Zum Auftakt ist der Spielfilm „The Doors“ zu sehen, eine Hommage an die legendäre Rockband, deren Sänger Jim Morrison zum Mythos wurde.

20.45 Uhr The doors

Mitte der 60er Jahre beginnt der Filmstudent Jim Morrison mit einigen Gleichgesinnten unter dem Namen „The Doors“ Musik zu machen. Schon bald avancieren die jungen Musiker zu Stars. Ihre Songs werden Hits, ihre Auftritte zu Skandalen. Vor allem Frontman und Sänger Jim Morrison gerät in einen Sumpf aus Drogen und Alkohol. Erst 27 Jahre alt, stirbt er in Paris.

Oliver Stones Musikerbiografie „The Doors“ beschreibt die Geschichte der gleichnamigen amerikanischen Rockgruppe. Dabei konzentriert sich die Darstellung stark auf die Person ihres legendären Sängers Jim Morrison. Dieser wird von Val Kilmer als Ikone der 60er-Jahre-Rock-Kultur und des drogenbeeinflussten Hippie-Lebensstils verkörpert. Hollywood-Regisseur Oliver Stone zeigt die Figur Jim Morrison aber auch in einem Geflecht von Alkohol- und Drogensucht, Esoterik und einer besessenen Auseinandersetzung mit dem Thema Tod. Obwohl „The Doors“ auf echten Personen und Ereignissen basiert, ist der Film keineswegs eine exakte Darstellung der wirklichen Geschehnisse, sondern eine Dramatisierung und Komprimierung der Geschichte der berühmten Musikgruppe. So verweist Ray Manzarek, ehemals Keyboarder der „Doors“, in seiner Autobiografie auf zahlreiche Entstellungen.

Ein Film von Oliver Stone (États-Unis, 1991, 2h15mn, VF)
Szenario: Randal Johnson, Oliver Stone
Mit: Val Kilmer (Jim Morrison), Kyle MacLachlan (Ray
Manzarek), Meg Ryan (Pamela Courson), Frank Whaley (Robby
Krieger), Kevin Dillon (John Densmore)
Produktion : Bill Graham Fims, Carolco Pictures, Imagine
Entertainment, Ixtlan Corporation

23.00 Uhr Oliver Stone

Der amerikanische Filmemacher Oliver Stone ist längst zum Starregisseur avanciert und hat Kinogeschichte im großen Stil geschrieben. Mit Filmen wie „Platoon“, „JFK“ und „Natural Born Killers“ provozierte er vor allem das amerikanische Publikum – und dies mit großem kommerziellen Erfolg. Oliver Stone kann insgesamt 37 Oscarnominierungen verbuchen, dreimal wurde er mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet.

Sein Spielfilm „World Trade Center“ um das jüngste amerikanische Trauma, den 11. September, kam pünktlich zum fünften Jahrestag der Katastrophe in die Kinos und sorgte schon im Vorfeld für kontroverse Diskussionen. Jetzt wird mit Spannung sein neuer Film „W.“, die Biografie des Noch-Präsidenten George W. Bush erwartet.

Ein Dokumentarfilm von Stephan Lamby
(Deutschland, 2006, 52mn)

Kategorien: August 2008