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Amerikanische Helden

Unter anderem mit dem mehrfach ausgezeichneten amerikanischen Spielfilm „Die durch die Hölle gehen“ – er erhielt insgesamt fünf Oscars, unter anderem als „bester Film“ – zeichnet ARTE im Themenabend „Amerikanische Helden“ ein eindrucksvolles Bild von den Kriegshelden und Heldenmythen der USA von der legendären Schlacht am Little Bighorn, über Vietnam bis zum Irakkrieg. Es ist eine Reise tief in die amerikanische Psyche und in eine Welt, in der Realität und Fiktion verschmelzen, in der Männer, die auszogen, um Helden zu werden, mit gebrochenen Seelen heimkehren.

20.40 uhr die durch die hölle gehen

1968: Drei eng miteinander befreundete Stahlarbeiter aus einer russisch-orthodoxen Gemeinde in Pennsylvania werden zum Kriegsdienst in Vietnam eingezogen. Die Hölle, die sie dort erwartet, wird ihr ganzes Leben verändern.

Eine kleine russisch-orthodoxe Gemeinde in Pennsylvania 1968: Die Stahlarbeiter Michael, Nick und Steven, die eine enge Freundschaft verbindet, werden zum Kriegsdienst in Vietnam einberufen. Am Vorabend ihrer Abreise feiern sie noch ausgiebig Stevens Hochzeit mit Angela und gehen ein letztes Mal gemeinsam auf Rotwildjagd.

In Vietnam erwartet sie die Hölle. Sie geraten in die Gefangenschaft der Vietcong und werden von sadistischen Wärtern gezwungen, russisches Roulette zu spielen. Abwechselnd müssen sie sich einen mit einer einzigen Kugel geladenen Trommelrevolver an den Kopf halten und abdrücken, während die Folterer Wetten abschließen, wer überlebt.

Nervlich am Boden, gelingt es ihnen durch einen Trick, bei dem sie ihr Leben riskieren, die Wärter auszuschalten und zu fliehen. Doch auf der Flucht trennen sich die Wege der drei Freunde. Nick, traumatisiert durch die Folter, spielt in Saigon für Geld weiter russisches Roulette. Michael kehrt zumindest äußerlich unversehrt nach Hause zurück. Doch nichts ist mehr so wie früher. In einem Heim für Kriegsveteranen findet er Steven wieder, der beide Beine verloren hat.

ein Film von Michael Cimino
(USA, Großbritannien, 1978 – 180mn)
Mit Robert De Niro, Meryl Streep, Christopher Walken…
Oscar für den besten Film 1979

23.40 uhr die schatten der 7. kavallerie

Heldenmythen, aber auch grausame Kriegswahrheiten ranken sich um die 7. Kavallerie, das berühmteste Regiment der US-Militärgeschichte. Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen fünf Amerikaner, deren Leben bis heute von der Geschichte und der Auseinandersetzung mit dem Regiment bestimmt wird, das unter Führung von General Custer am 25. Juni 1876 in der Schlacht am Little Bighorn von Indianern der Lakota-Sioux, Arapaho und Cheyenne unter ihren Anführern Sitting Bull und Crazy Horse vernichtend geschlagen wurde.

Filmemacher Tom Roberts erzählt von Heldenmythen und grausamen Kriegswahrheiten eines der berühmtesten US-Regimenter. Am 25. Juni 1876 verlor das 7. Kavallerie-Regiment, angeführt vom legendären General Custer, die berühmte Schlacht am Little Bighorn gegen die vereinten Indianerstämme der Lakota-Sioux, Arapaho und Cheyenne, die von ihren Häuptlingen Sitting Bull und Crazy Horse in den Kampf geführt wurden.

Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen fünf Amerikaner, deren Leben bis heute von der Auseinandersetzung mit diesem Regiment und seiner Geschichte bestimmt wird, Männer, die in den Krieg zogen, um Helden zu werden, aber mit gebrochenen Seelen heimkehrten.

Es ist eine epische Reise durch eineinhalb Jahrhunderte amerikanischer Militärgeschichte von Kansas bis Korea, von den Philippinen bis Vietnam und weiter bis auf die Straßen der irakischen Hauptstadt Bagdad. Eine Reise in tief in die amerikanische Psyche, in eine Welt, in der Realität und Fiktion verschmelzen.

Dokumentarfilm von Tom Roberts
(Großbritannien, Deutschland, 2008 – 60mn)
Koproduktion : OCTOBER FILMS (London), TAGLICHT media (Köln)

Kategorien: August 2008