ARTE

Der Gesellschaftssitz

Im europäischen Viertel von Straßburg

Der Gesellschaftssitz von ARTE befindet sich in Straßburg, an der deutsch-französischen Grenze, im Herzen des europäischen Viertels. Er ist Ausdruck einer dreifachen Symbolik und zeigt sowohl die Verankerung des Fernsehsenders in der europäischen Medienlandschaft als auch die fruchtbare deutsch-französische Freundschaft und die Offenheit gegenüber Europa.

ARTE von oben

Nachhaltigkeit im Fokus

ARTE setzt sich an seinem Straßburger Hauptsitz für nachhaltige Entwicklung und Energiemanagement ein. Als erster Fernsehsender in Frankreich mit einer ISO 50001 Zertifizierung verpflichtet sich ARTE zur Ergreifung von Maßnahmen zur Verbesserung seiner Energieeffizienz um durchschnittlich 20 % für den Zeitraum 2014-2020 im Vergleich zum Referenzjahr 2013. Um dies zu erreichen, analysiert und optimiert der Sender seine energieintensivsten Aktivitäten. Er fördert außerdem das Energiebewusstsein seiner Mitarbeiter und integriert dieses Kriterium auch in seine Beschaffungspolitik. Die energiebezogene Leistung verbesserte sich zwischen 2014 und Ende 2019 um 23,43 %. Diese Politik entspricht dem von der Europäischen Union festgeschriebenen Ziel der Bekämpfung des Klimawandels (Richtlinie 2012/27/EU).

Der Mensch im Mittelpunkt

Der am 13. Oktober 2003 eingeweihte neue Gesellschaftssitz von ARTE befindet sich nur wenige hundert Meter entfernt vom Europäischen Parlament, dem Europarat und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Als Brückenschlag zwischen der historischen Altstadt und dem Europaviertel liegt der neue Sitz am Ufer der Ill, am Rande der etwa 100 Jahre alten malerischen Arbeitersiedlung „Cité Ungemach“. Der Architekt Prof. Hans Struhk konzipierte für ARTE ein in seiner Form unspektakuläres Gebäude, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt und durch große Transparenz besticht.

Der neue Sitz von ARTE ist ein konkretes Beispiel für die erfolgreiche deutsch-französische Zusammenarbeit. Neben ARTE-Mitarbeitern und dem Planungsteam um den deutschen Architekten Prof. Hans Struhk, das von dem französischen Architektenbüro Maechel.Delaunay.Jund aus Straßburg unter der Leitung von Paul Maechel unterstützt wurde, haben 37 Baufirmen sowie 11 Fachplaner und Berater aus beiden Ländern am Bau des neuen Sitzes mitgearbeitet.

Eine Architektur, die den Mensch im Mittelpunkt sieht, schafft mehr als nur einen Arbeitsplatz, sie fördert die Kreativität und Produktivität. Neben den funktionalen Erfordernissen, die in der Schlichtheit und Klarheit des Gebäudes Ausdruck finden, spielt die Natur eine wichtige Rolle in dem Entwurf von Prof. Hans Struhk. Überall im Gebäude sind die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde präsent und stehen in enger Beziehung zueinander: Auf dem rohen Basaltstein des Atriums spiegeln sich die verschiedenen Farben des Himmels wider. Der Innengarten auf dem Dach der Studios bildet mit seinem Brunnen, seinen Steinwegen und Holzinseln eine grüne Oase. Die Studioaußenwände und Restaurantinnenwände strahlen in feurigem Rotorange. Die Büroräume fügen sich harmonisch um zwei Innenhöfe – den Innengarten und das Atrium, die den Mitarbeitern als Ort der Begegnung und der Kommunikation dienen und alle Büros mit natürlichem Tageslicht versorgen.

 

Eine technologische Revolution: Das Zeitalter der digitalen Technik

Der Umzug in den neuen Gesellschaftssitz bedeutet für die Fernsehtechnik und den Sendebetrieb von ARTE einen technologischen Wandel. Die Programme werden nun nicht mehr auf Magnetbändern, sondern nach der Digitalisierung aller Programmkomponenten (Ton- und Bildelemente, Sprachfassungen, Untertitel, Fotos, Pressetexte, Informationen zur Rechteverwaltung, usw.) als elektronische Dateien auf speziellen Servern gespeichert und so von jedem Arbeitsplatz aus abrufbar. Die Ausstrahlung erfolgt von den selben Servern.

Neben den unmittelbaren Vorteilen (erheblich verbesserte Leistungsfähigkeit und Produktivität des allgemeinen Sendebetriebs, effizienterer Informationsfluss zwischen den Mitarbeitern, schnellere Programmzuspielung durch die Pole, Wegfall der anfälligen, nur bedingt haltbaren Magnetbänder, Zeit- und Platzersparnis, usw.) bietet das neue System auch weiterhin neue Anwendungsperspektiven, u.a. durch die Annäherung an den Bereich Internet/Multimedia: Zuschauer können verschiedene Programme direkt im Internet abrufen, teilweise noch vor ihrer Ausstrahlung u.v.m.

Geschichte

  • Oktober 1990: In dem zwischen Frankreich und den Ländern der Bundesrepublik Deutschland geschlossenen Zwischenstaatlichen Vertrag wird Straßburg als Sitz des Europäischen Kulturkanals ARTE bestimmt.
  • März 1992: Der erste Gesellschaftssitz von ARTE, ein nach Plänen der Architekten Michel Moretti und Gérard Altorffer umgebautes Gebäude in der Rue de la Fonderie im Zentrum von Straßburg, wird bezogen.
  • März 1998: Die ARTE-Mitgliederversammlung trifft im März 1998 die Entscheidung für den Bau eines neuen Gesellschaftssitzes auf einem von der Stadt Straßburg angebotenen Grundstück der Rue Lauth, am Quai du Chanoine Winterer. Der Standort ist nach dem Bebauungsplan für Einrichtungen vorgesehen, die mit der Stadt Straßburg als Europastadt in Verbindung stehen.
  • Oktober 1999: Die Mitgliederversammlung bestätigt nach dem europäischen Ausschreibungsverfahren die Wahl des Architektenteams Hans Struhk/Paul Maechel für den Bau des neuen Gesellschaftssitzes.
  • Mai 2001: Der Grundstein des neuen Gesellschaftssitzes von ARTE wird gelegt von Catherine Tasca, französische Ministerin für Kultur und Kommunikation, sowie Prof. Jobst Plog und Jérôme Clément, Präsidenten des Vorstands von ARTE.
  • April 2003: Einweihung des neuen Gesellschaftssitzes von ARTE GEIE.
  • Oktober 2006: Einweihung des „Giraffenmanns“ von Stephan Balkenhol vor dem ARTE-Gebäude.

 

„LA STAR“- Eine Ausstellung von Thierry Millotte anlässlich des 25-jährigen Bestehens von ARTE

Der Künstler Thierry Millotte, der ARTE seit langem freundschaftlich verbunden ist, schuf anlässlich des 25-jährigen Senderjubiläums ein Kunstwerk im ARTE-Foyer. Sein Werk thematisiert die Geschichte der modernen Medien und insbesondere die von ARTE. Seine Kreation richtet sich augenzwinkernd an regelmäßige und gelegentliche Besucher dieses Gebäudes, in dem viele kreative Köpfe täglich daran arbeiten, Kultur für alle zugänglich zu machen.

„LA STAR“ war das Hauptstück der Ausstellung: Ein großes, stark verpixeltes Bild, das sich über den Boden des Atriums erstreckt. Je weiter sich der Betrachter von dem Werk entfernt, desto besser kann er das Motiv entziffern, bis schließlich das weltberühmte Bild erkennbar wird. Die Architektur des ARTE-Gebäudes ermöglicht, den Blick auf das offene, zentrale Atrium gerichtet zu halten, während man die innen liegenden Treppen emporsteigt. Im Erdgeschoss bleibt das Bild eine minimalistische Abstraktion; im dritten Stock erscheint das Motiv deutlich.

Die Videoaufnahme erfasst das Werk in seiner Komplexität: