Schottland: Debatte über Unabhängigkeit prägt die Parlamentswahl
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Schottland: Debatte über Unabhängigkeit prägt die Parlamentswahl

Die Parlamentswahl in Schottland entscheidet indirekt auch über die Zukunft Schottlands als Teil des Vereinigten Königreichs. Denn die Abstimmung wird von der Frage dominiert, ob Schottland ein neues Unabhängigkeitsreferendum und eine Rückkehr in die EU anstreben sollte. Regierungschefin Nicola Sturgeon von der Schottischen Nationalpartei (SNP) hat für den Fall eines Wahlsieges eine erneute Abstimmung über die Abspaltung von London angekündigt. Sie setzt auf eine Mehrheit im Parlament für ein Referendum Ende 2023 und hofft, nach einem Austritt aus dem Vereinigten Königreich wieder der EU beitreten zu können. Der britische Premierminister Boris Johnson hätte dann "keine demokratische" oder "moralische" Rechtfertigung mehr, um eine solche Abstimmung zu blockieren, sagte Sturgeon. Beim ersten Referendum im Jahr 2014 hatten sich noch 55 Prozent der Schotten gegen eine Loslösung von London ausgesprochen. Bei der Brexit-Abstimmung im Jahr 2016 votierten die Schotten aber mehrheitlich gegen den EU-Austritt. Danach gewann die Unabhängigkeitsbewegung erneut an Fahrt.
Die Parlamentswahl in Schottland entscheidet indirekt auch über die Zukunft Schottlands als Teil des Vereinigten Königreichs. Denn die Abstimmung wird von der Frage dominiert, ob Schottland ein neues Unabhängigkeitsreferendum und eine Rückkehr in die EU anstreben sollte. Regierungschefin Nicola Sturgeon von der Schottischen Nationalpartei (SNP) hat für den Fall eines Wahlsieges eine erneute Abstimmung über die Abspaltung von London angekündigt. Sie setzt auf eine Mehrheit im Parlament für ein Referendum Ende 2023 und hofft, nach einem Austritt aus dem Vereinigten Königreich wieder der EU beitreten zu können. Der britische Premierminister Boris Johnson hätte dann "keine demokratische" oder "moralische" Rechtfertigung mehr, um eine solche Abstimmung zu blockieren, sagte Sturgeon. Beim ersten Referendum im Jahr 2014 hatten sich noch 55 Prozent der Schotten gegen eine Loslösung von London ausgesprochen. Bei der Brexit-Abstimmung im Jahr 2016 votierten die Schotten aber mehrheitlich gegen den EU-Austritt. Danach gewann die Unabhängigkeitsbewegung erneut an Fahrt.

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