Mali: Ein Land, das nicht zur Ruhe kommt
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Mali: Ein Land, das nicht zur Ruhe kommt

In Mali sind der von Soldaten festgenommene Präsident und Regierungschef zurückgetreten. Sie wurden daraufhin freigelassen. In Mali sind Präsident N’Daw und Regierungschef Ouane, die am 26. Mai von Soldaten festgenommen worden waren, zurückgetreten. Daraufhin wurden die beiden Politiker freigelassen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Absetzung der Führer der Übergangsregierung. Kurz vorher hatten sie ein neues Kabinett ernannt und für einige Armeeoffiziere keine Ämter mehr vorgesehen. Der aktuelle Vorfall löst Befürchtungen vor einem erneuten Putschversuch aus. Im August 2020 hatten Militäroffiziere den gewählten Präsidenten des westafrikanischen Landes, Ibrahim Boubacar Keita, nach anhaltenden Protesten durch einen Putsch entmachtet.  Das in der Sahelzone gelegene Mali gehört zu den afrikanischen Staaten, in denen Islamisten seit Jahren aktiv sind. 2012 hatten islamistische Gruppen die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen und waren weiter vorgerrückt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Auch die Bundeswehr ist in Mali im Einsatz, im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission Minusma und der EU-Ausbildungsmission EUTM. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten ist die politische Lage und die Sicherheitslage höchst instabil. Hintergründe und Analysen finden Sie hier.
In Mali sind der von Soldaten festgenommene Präsident und Regierungschef zurückgetreten. Sie wurden daraufhin freigelassen. In Mali sind Präsident N’Daw und Regierungschef Ouane, die am 26. Mai von Soldaten festgenommen worden waren, zurückgetreten. Daraufhin wurden die beiden Politiker freigelassen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Absetzung der Führer der Übergangsregierung. Kurz vorher hatten sie ein neues Kabinett ernannt und für einige Armeeoffiziere keine Ämter mehr vorgesehen. Der aktuelle Vorfall löst Befürchtungen vor einem erneuten Putschversuch aus. Im August 2020 hatten Militäroffiziere den gewählten Präsidenten des westafrikanischen Landes, Ibrahim Boubacar Keita, nach anhaltenden Protesten durch einen Putsch entmachtet.  Das in der Sahelzone gelegene Mali gehört zu den afrikanischen Staaten, in denen Islamisten seit Jahren aktiv sind. 2012 hatten islamistische Gruppen die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen und waren weiter vorgerrückt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Auch die Bundeswehr ist in Mali im Einsatz, im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission Minusma und der EU-Ausbildungsmission EUTM. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten ist die politische Lage und die Sicherheitslage höchst instabil. Hintergründe und Analysen finden Sie hier.

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