Aktuelles und Gesellschaft

Das Scheitern der EU an der türkisch-griechischen Grenze

Die türkische Grenzöffnung sowie die restriktive Zuwanderungspolitik Europas führen dazu, dass auf den griechischen Ägäis-Inseln und an der griechisch-türksichen Grenze zehntausende Schutzsuchende ausharren. Die humanitäre Situation ist prekär. Mit der Covid-19-Pandemie wird sie nun lebensbedrohlich. In den überfüllten Camps leben Geflüchtete eng aufeinander, die hygienischen und sanitären Bedingungen lassen keinen Schutz vor Ansteckungen zu.Im für weniger als 3.000 Menschen ausgelegten Flüchtlingslager Moria leben mehr als 21.000 Schutzsuchende unter katastrophalen Bedingungen. In diesem sogenannten EU-Hotspot lebt die Mehrheit der Menschen in Großzelten oder auf der Straße. Ein Antrag im deutschen Bundestag, der eine rasche Aufnahme unbegleiteter Flüchtlingskinder aus solchen EU-Hotspots verlangte, wurde von der bürgerlichen Mehrheit abgelehnt.Am 1. März hatte Griechenland das Asylrecht für einen Monat ausgesetzt, nachdem die Türkei Ende Februar angekündigt hatte, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen. Die Stimmung zwischen Bewohnern, Geflüchteten und Sicherheitskräften ist aufgeheizt, es kommt immer wieder zu Gewalt.
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