Aktuelles und Gesellschaft

Frankreich will Zugang zu künstlicher Befruchtung erleichtern

In Frankreich hat die Regierung am 24. Juli einen neuen Gesetzesvorschlag zur Bioethik vorgelegt. Die Nationalversammlung hat bereits zugestimmt, der Senat muss noch grünes Licht geben. Das Gesetz stellt eine kleine Revolution dar, denn das Gesetz könnte die künstliche Befruchtung auch homosexuellen, lesbischen Paaren und alleinstehenden Frauen zugänglich machen. Die Rechte wehrt sich gegen diese Neuerung, weil sie darin einen Schritt hin zur Leihmutterschaft und Eugenik sieht. Diese werden jedoch klar von den Autoren des Vorschlags ausgeschlossen. Im Text geregelt sind hingegen wichtige rechtliche Fragen: die Partnerin der biologischen Mutter kann sich als zweite Mutter eintragen lassen ohne den Umweg über die Stiefkindadoption nehmen zu müssen (wie derzeit noch in Deutschland), die bisherige absolute Anonymitätspflicht bei Samenspenden wird gelockert und die Kostenübernahme durch die Krankenkasse wird geklärt. Unser Dossier versammelt wichtige Fragen und Antworten rund um die künstliche Befruchtung, Berichte von Betroffenen und Zukunftsperspektiven für die Gesellschaft.
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