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Frankreich: Künstliche Befruchtung für alle

Künstliche Befruchtung für alle Frauen - das soll in Frankreich jetzt möglich sein. Am 29. Juli 2020 hat die Nationalversammlung den dafür vorgesehenen Bioethik-Gesetzentwurf verabschiedet. Die medizinisch unterstützte Fortpflanzung, die bisher heterosexuellen Paaren vorbehalten war, steht nun auch lesbischen Paaren und alleinstehenden Frauen offen. Das war ein wichtiges Wahlkampf-Versprechen des Präsidenten Emmanuel Macron. Die "PMA" wird von der Sozialversicherung erstattet. Lesbische Paare sollen zudem als Eltern notariell anerkannt werden, noch bevor das Kind geboren wird. Dabei wird auch die Frau, die das Baby nicht in sich trägt, als Mutter anerkannt. Konservative Politiker hatten bis zuletzt gefordert, dass es erst nach der Geburt zu einer Adoption komme. Eizellspende innerhalb eines lesbischen Paares und postmortale künstliche Befruchtung wurden dagegen abgelehnt. Weitere Artikel des Bioethikgesetzes werden noch in der Nationalversammlung diskutiert. Unser Dossier vereint wichtige Fragen und Antworten rund um die künstliche Befruchtung, Berichte von Betroffenen und Zukunftsperspektiven für die Gesellschaft.

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Künstliche Befruchtung: Wie sieht es in Europa aus?

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