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Jacques Offenbach: Pariser LebenTheater der Champs Elysée, Paris

Neuer Glanz, neue Melodien: Neben Orpheus in der Unterwelt und Die schöne Helena gehört Pariser Leben (1866) zu Jacques Offenbachs (1819-1880) populärsten Operetten. Die Originalfassung wurde wie damals üblich zensiert. Nun zeigt ARTE die witzig-spritzige Satire auf das frivole Paris in einer farbenfrohen Inszenierung des französischen Modeschöpfers Christian Lacroix.

Fantasie, Exzentrik, Leichtigkeit und ein Hauch von Melancholie: Jacques Offenbach, der Begründer der modernen Operette, befand sich auf dem Gipfel seines Ruhms, als er die musikalische Satire Pariser Leben komponierte. Er vertonte hierfür das Buch der Librettisten Henri Meilhac und Lucovic Halévy, eine erfrischende Ode an das frivole Paris des 19. Jahrhunderts. Ihre Uraufführung erlebte sie am 31. Oktober 1866 im Théâtre du Palais-Royal in Paris. Auf den Tag genau ein Vierteljahr später, am 31. Januar 1867, ging im Wiener Carltheater die deutschsprachige Erstaufführung über die Bühne.

Das Palazzetto Bru Zane – ein in Venedig ansässiges Zentrum, das sich der Förderung der französischen Musik der Romantik verschrieben hat – und seine Partner präsentieren nun die Originalfassung von Pariser Leben aus dem Jahr 1866. Im Orchesterarchiv des Théâtre du Palais-Royal fand sich eine Partitur der Uraufführung mit wertvollen handschriftlichen Hinweisen des Komponisten. Zwei neue Akte fügen bisher völlig unbekannte Melodien hinzu und das Zensurlibretto sowie längst vergessene Varianten liefern überraschend neue Facetten von einigen der berühmtesten Lieder.

Das Ergebnis ist eine so nie gehörte Fassung des Pariser Lebens, die allerdings dem Charme des bekannten Werks und den Melodien, die seinen Ruf begründen, durchaus gerecht wird. Zwischen Zweitem Kaiserreich und heute – hochkarätige französische Sänger sowie die eleganten Kostüme und das fantasievolle Bühnenbild von Christian Lacroix dürften ebenfalls dazu beitragen, das Meisterwerk von Offenbach in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Aufzeichnung vom 27. Dezember 2023 im Theater der Champs Elysée, Paris.

Regie

François Roussillon

Mit

  • Jodie Devos (Gabrielle)

  • Rodolphe Briand (Gardefeu)

  • Marc Mauillon (Bobinet)

  • Franck Leguérinel (le baron)

  • Aude Extrémo (Métella)

  • Elena Galitskaya (Pauline)

  • Louise Pingeot (Clara)

  • Marie Kalinine (Bertha)

  • Ingrid Perruche (Madame de Quimper-Karadec)

  • Caroline Meng (Madame de Folle-Verdure)

  • Sandrine Buendia (La baronne)

Inszenierung

Christian Lacroix

Dirigent/-in

Romain Dumas

Orchester

Les Musiciens du Louvre

Chor

Chœur de chambre de Namur

Libretto

Henri Meilhac, Ludovic Halévy

Kostüme

Christian Lacroix

Licht

Bertrand Couderc

Land

Frankreich

Jahr

2021

Herkunft

ARTE F

Dauer

179 Min.

Verfügbar

Vom 20/12/2023 bis 25/06/2024

Genre

Bühne und Konzert

Versionen

  • Untertitel

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