Musiker aus aller Welt spielen La Paloma#8 Carolin Widmann

6 Min.
Verfügbar vom 12/05/2021 bis 07/11/2021
Nächste Ausstrahlung am Mittwoch, 12. Mai um 05:00
15 Musiker*innen komponieren den Dulab Alpaloma: Carolin Widmann ist eine von ihnen. Die international renommierte Geigerin stammt aus Deutschland und ist offen für musikalische Grenzüberschreitungen. Wenn Sie wissen wollen, wie Carolin Widmann La Paloma spielt und variiert, und warum sie dies am liebsten an einem baufälligen Ort tut, dann klicken sie rein.
Carolin Widmann ist eine international bekannte Geigerin, die mit Orchestern und Musikern weltweit musiziert – sei es klassische Musik oder zeitgenössische Musik. Sie wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter der International Classical Music Award, der Diapason d’Or und der Preis der Deutschen Schallplattenkritik. 
Carolin Widmann interessiert sich besonders für die Zusammenarbeit mit anderen Künsten: Sie trat in von Sasha Waltz choreografierten Konzerten auf, spielte ein Solokonzert in einem Frankfurter Fußballstadion im Rahmen eines von Daniel Libeskind kuratierten Projekts und entwickelte ein Konzertprogramm für Museen wie das Museum Ludwig in Köln oder das Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. 2019 wirkte Carolin Widmann bei einem Projekt der Performancekünstlerin Marina Abramović mit. 
Carolin Widmann ist Professorin für Geige an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.


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Wie wird aus der Melodie La Paloma ein Dulab? 
Über einen Zeitraum von drei Wochen, jeweils von Montag bis Freitag, lernen wir die Musiker kennen. Jeden stellen wir musikalisch vor mit seiner Version der Melodie und mit einer Variation, die er zu einer Variation eines anderen Musikers spielt. 
Das Besondere an unserem Dulab ist, dass die Musiker*innen aus völlig unterschiedlichen musikalischen Traditionen stammen. Von Klassik bis Jazz, von Neuer Musik bis Elektro, vor allem aber auch: aus Traditionen jenseits der europäischen Musik, z. B. aus China oder Singapur. Jeder Musiker interpretiert die Melodie auf seine Art, dies teils auf Instrumenten, die in Europa kaum bekannt sind. Viele sind mit den Mitteln der Improvisation vertraut – das klingt manchmal dann schon ganz schön abgefahren. 
Die meisten der beteiligten Musiker*innen leben in Deutschland, in Berlin – haben also einen migrantischen Background. Niemand sollte sich täuschen lassen: Auch wenn etliche Namen einem vermutlich nichts sagen – es handelt sich um absolute Meister ihres Fachs. Unser Dulab ist nicht nur eine Wundertüte an musikalischen Sprachen und Ausdrucksweisen, sondern auch der Beweis dafür, dass unterschiedlichste Musiker miteinander etwas Neues erschaffen können, ohne dass der eine sich dem anderen musikalisch unterwerfen müsste. 
Jeder Clip ist gleich aufgebaut: am Anfang spielt der Musiker die Melodie von La Paloma allein oder mit Begleitung, am Ende die Variation bzw. freie Improvisation. Dazwischen befindet sich ein kurzes Interview mit dem jeweiligen Musiker. Und zwar darüber, wie er oder sie zur Musik oder nach Deutschland kam, was sein Instrument ihm oder ihr bedeutet, oder über den Ort, an dem er gerade La Paloma spielt. Es handelt sich um einen Lieblingsort, den der Musiker selbst ausgesucht hat (unter den Bedingungen von Corona) – und zu dem er bisweilen eine kurze Geschichte erzählen möchte.
Das große Finale: Die Komponistin Cathy Milliken wird aus all der aufgezeichneten Musik zusammen mit Dietmar Wiesner eine völlig eigenständige Komposition kreieren. 


Foto © Uli Aumüller


  • Regie :
    • Uli Aumüller
  • Komponist/-in :
    • Cathy Milliken, Dietmar Wiesner (Komposition/Musikalische Leitung)
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2021