Musiker aus aller Welt spielen La Paloma# 4 Lucy Zhao

8 Min.
Verfügbar vom 06/05/2021 bis 01/11/2021
15 Musiker*innen komponieren den Dulab Alpaloma: Lucy Zhao ist eine von ihnen. Lucy Zhao stammt aus China und lebt in Berlin. Sie spielt ihre Version von La Paloma auf der Pipa, einer chinesischen Laute, und erzählt uns davon, wie man als Kind zu seinem Instrument kommt. Dann erklingt ihre wunderschöne Improvisation in den Weiten ihres Lieblingsortes...
Lucy Zhao, geboren in Peking, spielt die chinesische Schalenhalslaute Pipa und die Griffbrettzither Gupin. Anlässlich der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2008 in Peking trat sie als Mitglied des Pipa Orchesters auf. Am China Conservatory of Music studierte Lucy Zhao Music Performance (Bachelor) und nahm an Orchestertourneen in die USA, Südkorea und zahlreiche chinesische Städte teil. Ihr Abschlusskonzert gab sie im Sommer 2015 in der Peking-Oper Theater Zhengyici. Seit 2016 lebt sie in Europa und wirkt seitdem aktiv in verschiedenen Ensembles und Orchester wie zum Beispiel dem KlangForum Heidelberg, Ensemble Extrakte und dem Ensemble XX. Jahrhundert mit und trat in Sessions für freie Improvisation auf. Als Solistin gab sie 2018 und 2019 unter anderem Konzerte im Alten Rathaus sowie im Mozarthaus Wien.

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Wie wird aus der Melodie La Paloma ein Dulab? 
Über einen Zeitraum von drei Wochen, jeweils von Montag bis Freitag, lernen wir die Musiker kennen. Jeden stellen wir musikalisch vor mit seiner Version der Melodie und mit einer Variation, die er zu einer Variation eines anderen Musikers spielt. 
Das Besondere an unserem Dulab ist, dass die Musiker*innen aus völlig unterschiedlichen musikalischen Traditionen stammen. Von Klassik bis Jazz, von Neuer Musik bis Elektro, vor allem aber auch: aus Traditionen jenseits der europäischen Musik, z. B. aus China oder Singapur. Jeder Musiker interpretiert die Melodie auf seine Art, dies teils auf Instrumenten, die in Europa kaum bekannt sind. Viele sind mit den Mitteln der Improvisation vertraut – das klingt manchmal dann schon ganz schön abgefahren. 
Die meisten der beteiligten Musiker*innen leben in Deutschland, in Berlin – haben also einen migrantischen Background. Niemand sollte sich täuschen lassen: Auch wenn etliche Namen einem vermutlich nichts sagen – es handelt sich um absolute Meister ihres Fachs. Unser Dulab ist nicht nur eine Wundertüte an musikalischen Sprachen und Ausdrucksweisen, sondern auch der Beweis dafür, dass unterschiedlichste Musiker miteinander etwas Neues erschaffen können, ohne dass der eine sich dem anderen musikalisch unterwerfen müsste. 
Jeder Clip ist gleich aufgebaut: am Anfang spielt der Musiker die Melodie von La Paloma allein oder mit Begleitung, am Ende die Variation bzw. freie Improvisation. Dazwischen befindet sich ein kurzes Interview mit dem jeweiligen Musiker. Und zwar darüber, wie er oder sie zur Musik oder nach Deutschland kam, was sein Instrument ihm oder ihr bedeutet, oder über den Ort, an dem er gerade La Paloma spielt. Es handelt sich um einen Lieblingsort, den der Musiker selbst ausgesucht hat (unter den Bedingungen von Corona) – und zu dem er bisweilen eine kurze Geschichte erzählen möchte.
Das große Finale: Die Komponistin Cathy Milliken wird aus all der aufgezeichneten Musik zusammen mit Dietmar Wiesner eine völlig eigenständige Komposition kreieren. 


Foto © Uli Aumüller


  • Regie :
    • Uli Aumüller
  • Komponist/-in :
    • Cathy Milliken, Dietmar Wiesner (Komposition/Musikalische Leitung)
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2021