Astor Piazzolla: Die vier Jahreszeiten in Buenos Aires

29 Min.
Verfügbar vom 26/03/2021 bis 25/09/2021

Wenn Vivaldis ‘Sommer’ im südamerikanischen Winter erklingt, dann haben wir es mit Astor Piazzolla zu tun. "Las Estaciones Porteñas", seine Tango-Suite von 1970, frei nach den "Vier Jahreszeiten", wurden in Genf aufgeführt, in einer Fassung nur mit Streichern. So ehren die jungen Solisten der Menuhin Akademie den berühmtesten aller Tango-Komponisten des 20. Jahrhunderts.

 

In über 50 Jahren Schaffenszeit hat der legendäre argentinische Bandoneonist und Komponist den Tango aufgerüttelt, verwandelt und modernisiert und ihn international salonfähig gemacht. Vivaldis "Vier Jahreszeiten" inspirierten den großen Meister Argeniniens zu einem eigenen Jahreszeitenzyklus, den "Estaciones Porteñas" ("Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires"). ‘Porteñas’, so nennen sich die Einwohner der argentinischen Hauptstadt. Sie erleben die Jahreszeiten den europäischen entgegengesetzt, und Astor Piazzolla spielt damit. Vivaldis Sommer zitiert er in seinem südamerikanischen Winter und setzt die barocke Affektmusik in Tangorhythmen um. Zum 100. Geburtstag feiern die Solisten der Menuhin Academy den Komponisten mit einem Konzert. Auf dem Programm des 2. Teils führen sie ein reines Geigen-Arrangement der "Vier Jahreszeiten" auf und nähern die argentinischen Jahreszeiten noch weiter denen Antonio Vivaldis an. In der Uraufführung, 1970, hatte Piazzolla die Streicher kombiniert mit Klavier, E-Gitarre und Bandoneon.

Das Konzert wurde am 13. März in der Victoria Hall von Genf aufgezeichnet.


  • Mit :
    • Oleg Kaskiv (violon)
  • Orchester :
    • Solistes de la Menuhin Academy
  • Land :
    • Schweiz
  • Jahr :
    • 2021