Europe@Home – UngarnMit Iván Fischer, Ferenc Snétberger Jeno Lisztes, Jacques Ammon u.v.m.

50 Min.
Verfügbar vom 29/03/2021 bis 26/06/2021

Daniel Hope widmet 27 Abende jeweils einem anderen europäischen Land. Begleitet wird er von Gästen, die mit ihm gemeinsam die Musik ihrer Heimat spielen. Klassische Kompositionen, typische musikalische Eigenarten der Länder, traditionelle Volksweisen sowie zeitgenössische Stücke aller Genres zaubern Europa in Zeiten des kulturellen Lockdowns in Hopes Berliner Wohnzimmer.

Der Dirigent des Budapest Festival Orchestra, Iván Fischer, repräsentiert gemeinsam mit Gitarrist Ferenc Snétberger das Land Ungarn. Per Video sind Musiker wie Jeno Lisztes und weitere Musiker des BFO zugeschaltet. Am Piano begleitet von Jacques Ammon.

Iván Fischer ist der Gründer und Musikdirektor des Budapest Festival Orchestra und Ehrendirigent des Konzerthausorchesters Berlin. Ab 2018 wird er der Künstlerische Leiter des Vicenza Opera Festivals, welches er selbst ins Leben gerufen hat. In den vergangenen Jahren wuchs sein Ansehen als Komponist stetig, seine Werke wurden in Amerika, den Niederlanden, Belgien, Ungarn, Deutschland und Österreich aufgeführt.

Er studierte Klavier, Violine, später Cello und Komposition in Budapest, bevor er anschließend seine Ausbildung mit einem Dirigierstudium bei Hans Swarowsky und Nikolaus Harnoncourt in Wien und Salzburg fortsetzte. Zwischen 2006 und 2010 war Iván Fischer erster Gastdirigent und später Chefdirigent des National Symphony Orchestra in Washington DC. Ab 2012 bis 2018 war er Musikalischer Leiter des Konzerthaus Berlin. Die Berliner Philharmoniker spielten bereits mehr als zehn Mal unter seiner Leitung und auch das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam dirigiert er regelmäßig zweimal im Jahr. Er ist zu Gast bei den führenden Amerikanischen Symphonieorchestern, wie dem New York Philharmonic und dem Cleveland Orchestra.

Die regelmäßigen, weltweiten Tourneen mit dem Budapest Festival Orchestra und deren zahlreiche, von der Presse hochgepriesenen CD-Aufnahmen, zunächst bei Philips Classics und später bei Channel Classics, haben Iván Fischer den Ruf des weltweit visionärsten und erfolgreichsten Musikdirektors verschafft. In Budapest und Berlin entwickelte er innovative Konzertformate, wie zum Beispiel die Kakao-Konzerte für kleine Kinder, Autismus-freundliche Familienkonzerte und Mitternachtskonzerte für Studenten.

Iván Fischer dirigierte an Opernhäusern wie der Staatsoper in Wien, im Royal Opera House in London, in der Opera de Paris und in den Opernhäusern in Zürich, Amsterdam, Stockholm, Brüssel, Berlin und Budapest. Er war Musikdirektor der Kent Opera und der Opéra National de Lyon. Seit 2013 arbeitet er exklusiv für die Iván Fischer Opera Company, mit welcher er in den letzten Jahren bei einer Reihe von Opernproduktionen sehr erfolgreich Regie führte. Seine “szenischen Konzerte” wurden in Budapest, New York, Berlin, Amsterdam, London, Brügge und beim Abu Dhabi und Edinburgh Festival aufgeführt. Er ist Gründer der Ungarischen Mahler-Gesellschaft und Schirmherr der Britischen Kodály Academy.

Vom Präsidenten der Republik Ungarn wurde er mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet, und das Weltwirtschaftsforum in Davos verlieh ihm den Crystal Award für seine Verdienste zur Förderung internationaler kultureller Beziehungen. Die französische Regierung ernannte ihn zum Chevalier des Arts et des Lettres. 2006 wurde er mit dem Kossuth-Preis geehrt, dem angesehensten Kunstpreis in Ungarn. 2011 erhielt er den Royal Philharmonic Society Music Award, Ungarns Prima Primissima Preis und den Dutch Ovatie Prize. 2013 wurde er zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt. 2015 verlieh ihm das Abu Dhabi Festival den Abu Dhabi Festival Award für sein Lebenswerk und 2016 gewann er den Preis als bester ausländischer Dirigent der Association of Music Critics of Argentina. Iván Fischer ist Ehrenbürger der Stadt Budapest.

Ferenc Snétberger, international von Kritikern und Publikum als eine der wenigen wirklich unverwechselbaren Stimmen der zeitgenössischen Gitarre gefeiert, hat seine eigene stilistisch unverwechselbare Welt der klassischen und Jazzmusik entwickelt, inspiriert von der Roma - Tradition seiner Heimat, Flamenco-Gitarrentechniken, Samba-Rhythmen und natürlich von JS Bach, im Dialog zwischen heute und gestern. Er hat Werke wie Luciano Berios Sequenza XI (für Sologitarre) und Konzerte mit Orchester von Vivaldi, Rodrigo und John McLaughlin aufgeführt. 1995, anlässlich des 50. Jahres nach dem Ende des Holocaust, komponierte er sein eigenes Konzert für Gitarre und Orchester „ In Memory of My People". Inspiriert von Melodien der Zigeunertradition ist das Konzert ein kraftvolles Statement gegen menschliches Leid.  2002 wurde Snétberger zum Ehrenbürger seiner Geburtsstadt und 2010 von Budapest ernannt, zwei Jahre später erhielt er den ungarischen Verdienstorden. Es folgen weitere internationale Auszeichnungen, darunter 2014 der Kossuth-Preis, der bedeutendste Kulturpreis in Ungarn, 2021 das Deutsche Verdienstkreuz.  Er hat zahlreiche Alben als Leader, Co-Leader und Sideman aufgenommen und ist in ganz Europa sowie in Japan, Korea, Indien und den Vereinigten Staaten auf Tournee gewesen. Seine aktuelle CD "Snétberger und Keller Quartett Hallgató" ist Snétbergers drittes ECM-Album nach seinem Soloalbum In Concert und dem Trio-Album Titok mit Anders Jormin und Joey Baron.


Das Programm:

Video: Erzsébet Szőnyi: 33 easy choir pieces: "Eger felé"
sung by students of the Zoltan Kodaly Primary and Secondary School Budapest

Improvisation I of Ferenc Snétberger (live) 
"Your Smile" by Ferenc Snétberger

Video Budapest Festival Orchestra: 1. Improvisation on a Hungarian folk song (Csillagok, csillagok)
performed by Jenő Lisztesh  – Cimbalom performed by Jenő Lisztes - cymbalom

Improvisation II of Ferenc Snétberger (live)
Improvisation über Ungarisches Volkslied "Kis kece Lányom"

Video: Hungarian Folk Music
performed by members of the Budapest Festival Orchestra
István Kádár – violin
András Szabó - viola
Zsolt Fejérvári - bass  

Video: Mahler: Symphony No. 7 – 3rd movement (Scherzo) – performed for fish
by the Budapest Festival Orchestra, conducted by Iván Fischer 

Iván Fischer: Dance suite played by Daniel Hope and Jacques Ammon (live) 
Bossa Nova
Tango Ragtime


  • Regie :
    • Stefan Mathieu
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2021