Europe@Home – RumänienMit Andrei Ioniță, Daria Tudor und Herta Müller

44 Min.
Verfügbar vom 22/02/2021 bis 22/05/2021

Daniel Hope widmet 27 Abende jeweils einem anderen europäischen Land. Begleitet wird er von Gästen, die mit ihm gemeinsam die Musik ihrer Heimat spielen. Klassische Kompositionen, typische musikalische Eigenarten der Länder, traditionelle Volksweisen sowie zeitgenössische Stücke aller Genres zaubern Europa in Zeiten des kulturellen Lockdowns in Hopes Berliner Wohnzimmer.

Heute gehen Musik und Literatur aus Rumänien Hand in Hand. Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller gibt eine Lesung und wird dabei musikalisch begleitet von Cellist Andrei Ioniță und Pianistin Daria Tudor.

Die in Rumänien geborene Schriftstellerin Herta Müller thematisiert in ihren literarischen Werken die Folgen der kommunistischen Diktatur ihres Heimatlandes. 2009 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen. 

Daria Tudor studierte an der Musikuniversität Bukarest sowie an der Nationalen Hochschule „Dinu Lipatti“ in Bukarest. Im Anschluss an ihr Studium an der Universität der Künste, Berlin, war sie dort als Dozentin für Liedbegleitung tätig. Seit Oktober 2017 arbeitet sie als offizielle Pianistin an der Rutesheim Cello Akademie und seit April 2019 erneut als Dozentin für Cellobegleitung an der UdK.

Der erste Auftritt von Daria war 2002 beim Musikwettbewerb Paul Constantinescu, wo sie den 1. Preis erhielt. Es folgen zahlreiche weitere Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, u.a. der Enlight Prize beim Festival Art of the Piano (Cincinnati, USA) als Best Young Artist of the Year. 

2013 nahm sie für die Goldene Phonothek des rumänischen Rundfunks das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Op. 15 von Beethoven zusammen mit dem National Kammermusikorchester des Radios und dem Dirigent Cristian Brâncusi sowie einige kammermusikalische Werke mit ihrem Trio Sternin (Georgeta Iordache - Violine, Andrei Ioniță - Cello) auf. 

Als Kammermusikerin spielt sie u.a. mit Künstlern*innen wie: Zakhar Bron, Mihaela Martin, Andrei Ioniță oder Hansjörg Schellenberger. Sie spielte zudem mit dem Orchester Prima la Musica im Großen Saal des Königlichen Theaters La Monnaie in Brüssel, sowie mit den Orchestern aus Padova und Venedig und hatte weitere zahlreiche Rezitals und Soli auf den Bühnen der in- und ausländischen Philharmonien, z.B. in Bukarest, Berlin, Tel Aviv, London oder Kyoto.


Cellist Andrei Ioniță wurde 1994 in der rumänischen Hauptstadt Bukarest geboren und begann seine musikalische Laufbahn im Alter von fünf Jahren zunächst am Klavier. Seine Klavierlehrerin ermutigte ihn jedoch, ein Streichinstrument zu erlernen. Mit acht Jahren begann er dann das Cellospiel bei Ani-Marie Paladi in seiner Heimatstadt.

2012 zog Ioniță nach Berlin und studierte bei Jens Peter Maintz an der Universität der Künste. Seinen Durchbruch hatte der junge Rumäne 2015, als er den internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau gewann. Seitdem steht er mit Größen wie Steven Isserlis, Gidon Kremer, Valery Gergiev und Martha Argerich auf der Bühne und trat bereits in der New Yorker Carnegie Hall, der Hamburger Elbphilharmonie, der Londoner Wigmore Hall und dem Konzerthaus Berlin auf. Andrei Ioniță wurde von der BBC zum New Generation Artist ernannt, war Artist in Residence der Symphoniker Hamburg und ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben, die ihm ein Cello von Giovanni Battista Rogeri von 1671 als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat.


Das Programm:
G. Enescu: Hora Unirii (Union Dance)
Lesung Herta Müller: Collagen
B. Bartók: Rumanian Folk Dances, 1915
Lesung Herta Müller: Collagen
Constantin Dimitrescu: Peasant Dance
Paul Constantinescu: Sacred Song 
Lesung Herta Müller: Collagen
B. Bartók: Drei Duos 
G. Enescu: Sérenade Lointaine

  • Regie :
    • Stefan Mathieu
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2021