House of Cards - Staffel 3 (4/4)The Final Cut

52 Min.
Verfügbar vom 05/03/2021 bis 11/11/2021

Ein spannender, vielfach ausgezeichneter Polit-Thriller mit Ian Richardson als aalglatter und abgebrühter Politiker, der mit allen Mitteln versucht an der Macht zu bleiben. Letzte Folge: Francis Urquhart setzt eine vertrauliche Information in Umlauf, die ihn vor der Niederlage bei der Wahl des Parteivorsitzenden retten könnte …

Francis Urquhart bringt eine hochvertrauliche Information an die Öffentlichkeit, die ihn als Diplomaten rehabilitieren würde, gleichzeitig aber so brisant ist, dass sie Zypern in einen blutigen Bürgerkrieg stürzen könnte. Aber auch Tom Makepeace kommt an hochvertrauliche Informationen, die seinen Rivalen zu Fall bringen könnten.  Selbst der abgebrühte Urquhart wird von der dramatischen Wendung der Ereignisse überrascht ….


Ein verschlagener, machtbesessener Manipulator

Die Serie beginnt damit, dass der aalglatte und mit allen Wassern gewaschene Politiker Francis Urquhart der Kamera – und damit dem Zuschauer – seine zynische Analyse der Situation anvertraut. Seines Zeichens "Chief Whip" der britischen Konservativen sorgt Urquhart für Fraktionsdisziplin und wacht darüber, dass die Tories im Unterhaus nicht vom Kurs der Parteiführung abweichen. Wie weit wird dieser gewiefte Taktiker gehen, um seinen Traum von der Macht wahr werden zu lassen? Denn genau darum geht es: „Egal, in welchem Land diese Geschichte spielt: Sie handelt von Macht und machthungrigen Menschen, die sich bewusst auf finstere Abwege begeben, um ihre Ziele zu erreichen“, analysiert Michael Dobbs, Autor des Erfolgsromans "House of Cards", der Vorlage zur gleichnamigen Serie. Dobbs war in den Siebzigerjahren der Berater der damaligen Oppositionsführerin Margaret Thatcher. Die Idee einer vertraulichen Direktansprache ist nicht neu: die gab es schon bei der Shakespeare-Verfilmung "Richard III." mit Laurence Olivier. Auch Drehbuchautor Andrew Davies ("Sinn und Sinnlichkeit", die Bridget-Jones-Komödien) setzt sie hier gekonnt ein, um den Zuschauern das Janusgesicht der Hauptfigur Francis Urquhart zu verdeutlichen, im Übrigen teuflisch genial interpretiert von dem inzwischen verstorbenen Ian Richardson (beim Publikum u.a. bekannt durch seine Rolle als Sherlock Holmes). Und wie der blutrünstige König ist auch Urquhart ein Meister der Manipulation. Mit seinem urbritischen Charme wickelt er vor allem junge, leichtgläubige Frauen um den Finger – ganz mit der Unterstützung seiner treuen Gattin, einer Art moderner Lady Macbeth. Im Gegensatz zur US-Adaption von David Fincher umfasst das britische Original nur wenige Folgen, diese allerdings vollgepackt mit Hochspannung und jähen Wendungen. "House of cards - Ein Kartenhaus" aus dem Jahr 1990 ist ein britisches TV-Juwel, das zahlreiche weitere Polit-Thriller inspirierte, nicht zuletzt "Borgen" (ab 2010) über den Machtaufstieg einer Politikerin in Dänemark.


  • Regie :
    • Paul Seed
  • Produzent/-in :
    • Ken Riddogton
  • Mit :
    • Ian Richardson
    • Susannah Harker
  • Autor :
    • Andrew Davies
    • Michael Dobbs
  • Verleiher :
    • BBC STUDIOS France
  • Land :
    • Großbritannien
  • Jahr :
    • 1995