Lous and the Yakuza beim ARTE Concert FestivalBon Acteur, Tout est gore

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6 Min.
Verfügbar vom 15/05/2021 bis 14/11/2021
Nächste Ausstrahlung am Samstag, 15. Mai um 12:00

Man kann unseren belgischen Nachbarn für Lous and the Yakuza nur von Herzen dankbar sein. Die Rapperin, deren Hit „Dilemme“ eingeschlagen hat wie eine Bombe, schenkt der Ästhetik ihrer Musik besondere Aufmerksamkeit. Dabei zeigt sie mit ihren Songs zwischen Trap und Pop klare Kante, was ihr weltweit schon jede Menge Zuspruch beschert hat.

Lous and the Yakuza übt eine geradezu magische Faszination aus, wie eine Art moderne Kleopatra, die aus Gegensätzen ihre eigene Philosophie strickt: Melancholie trifft auf Selbstvertrauen, Sinnlichkeit auf Härte – und das nicht selten in ein und demselben Song. Auch musikalisch hat die Künstlerin viele Gesichter, wenn sie sich für ihre Produktionen mal aus dem Rap, mal aus dem Chanson bedient. Im Ergebnis bleibt Lous and the Yakuza auch im gleißenden Scheinwerferlicht eine geheimnisumwitterte und undurchschaubare Persönlichkeit.

Ein roter Faden zieht sich dennoch durch ihr Werk, nämlich die Ernsthaftigkeit der behandelten Themen. So zeichnet ihr Debütalbum „Gore“ ein Leben nach, das nicht immer glatt verlief. Ihr eigenes womöglich? Die gebürtige Kongolesin sah sich schon kurz nach ihrer Ankunft in Belgien mit Rassismus konfrontiert. Auch mit ihrem brennenden Wunsch, sich musikalisch auszuleben, stieß sie immer wieder auf Widerstände. Doch das Durchbeißen hat sich gelohnt, und heute zählt Lous and the Yakuza zu den wegweisenden Künstler*innen des Jahres 2020.

Aufzeichnung vom 15. November 2020 in La Gaîté Lyrique, Paris

Foto © Pierre (Lapin) Le Bruchec


  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020