Kurzschluss - Das MagazinSchwerpunkt Kurzfilmtage Oberhausen

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53 Min.
Verfügbar vom 01/05/2021 bis 29/07/2021
(1) "Berzah", Kurzfilm von Deren Ercenk (2) Zoom: "Berzah" Regisseurin Deren Ercenk über die Bedeutung ihrer metaphorischen Filmbilder. (3) Porträt: Miriam Gossing und Lina Sieckmann. (4)Begegnung: Westendfilme / Der Wechsel (5) "Der Wechsel", Kurzfilm von Kai Maria Steinkühler und Markus Mischkowski
(1): Berzah
Kurzfilm von Deren Ercenk, Deutschland, 2020
Ein Stromausfall in einem All-inclusive-Hotel, ein Wiedersehen am Rande einer Steppe und ein an Sisyphos erinnernder Kraftakt in den Straßen von Izmir. In drei Kurzgeschichten erzählt „Berzah“ von Zuständen der inneren und äußeren Überhitzung, von Scham und Mühsal im Alltag einer tief gespaltenen Gesellschaft in der türkischen Ägäis. Der Film gewann 2020 den NRW-Preis auf den Kurzfilmtagen in Oberhausen.
(2): Zoom: Berzah
Eine Touristin setzt sich extremer Sonne aus; ein Familienvater fällt vor den Augen seiner Tochter einem Betrug zum Opfer; ein Möbellieferant ist gezwungen, einen massiven Schrank die steilen Gassen der türkischen Hafenstadt Izmir hochzutragen – der Kurzfilm "Berzah" zeigt Situationen, die zunächst ganz alltäglich erscheinen. Doch der ausdauernde Blick der Kamera dringt tiefer und zeichnet Momente der Ohnmacht und Handlungsunfähigkeit. "Berzah" ist die Diplomarbeit der deutsch-türkischen Regisseurin Deren Ercenk, mit der sie 2020 ihr Studium im Bereich Drehbuch/Regie an der Kunsthochschule für Medien in Köln abgeschlossen hat. Bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen 2020 wurde der Episodenfilm mit dem Preis für den besten Beitrag des NRW-Wettbewerbs ausgezeichnet.
"Kurzschluss - Das Magazin" spricht mit der Regisseurin über die Bedeutung ihrer metaphorischen Filmbilder. Und lernt die Produzenten von "Berzah" kennen. Mehmet Akif Büyükatalay und Claus Reichel sind wie Deren Ercenk Teil einer jungen Generation deutsch-türkischer Filmschaffender, die herkömmliche Klischees über das türkische Leben in Fernsehen und Kino hinterfragen.
(3): Porträt: Miriam Gossing und Lina Sieckmann
Sie kennen sich seit ihrer Jugend, haben gemeinsam an der Kunsthochschule für Medien in Köln studiert und dort ihre Liebe für den 16mm-Film entdeckt. In ihren experimentellen Kurzfilmen zeigen Miriam Gossing und Lina Sieckmann vorinszenierte Räume wie die kitschig ausstaffierten Hochzeitskapellen Kaliforniens oder Erlebnisarchitekturen europäischer Kreuzfahrtschiffe. Die menschenleeren Interieurs entlarven sie als Bühnen kollektiver Sehnsüchte, Träume und Ängste. 2016 gewann das Künstlerinnen-Duo mit ihrem gemeinsamen Diplomfilm „Ocean Hill Drive“ den Deutschen Kurzfilmpreis (Kategorie Experimentalfilm) und auf den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen den Preis für den besten Beitrag des NRW-Wettbewerbs. Seit 2014 werden ihre Filme regelmäßig auf dem ältesten Kurzfilmfestival der Welt gezeigt. Und in diesem Jahr sind Gossing/Sieckmann dort bereits zum zweiten Mal Mitglied einer der Jurys.
Im Interview trifft "Kurzschluss - Das Magazin" sie in ihrem Kölner Projektraum „Schalten und Walten“. Sie geben Einblick in ihre künstlerische Arbeitsweise und sprechen über die zentrale Bedeutung der Oberhausener Kurzfilmtage für ihre künstlerische Laufbahn. Welche Impulse werden hier für die Zukunft des Mediums Films gesetzt, die auch für ihr eigenes Schaffen zwischen Kunst und Kino wegweisend sind?
(4): Begegnung: Westendfilme / Der Wechsel
Ab 1995 arbeiteten Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler zusammen unter dem Label "Westendfilme" und haben diverse Kurz- und Langfilme produziert. Die Hauptrollen ihres Kölner "Westend"-Zyklus spielten sie dabei immer selbst. Nun ist Kai Maria Steinkühler im Januar mit nur 53 Jahren überraschend verstorben. Sein Filmpartner Markus Mischkowski spricht für "Kurzschluss - Das Magazin" über ihre Zusammenarbeit und ihren Film "Der Wechsel“, mit dem sie 2017 bei den Kurzfilmtagen in Oberhausen den NRW-Preis gewannen.
(5): Der Wechsel
Kurzfilm von Kai Maria Steinkühler, Markus Mischkowski, Deutschland, 2016
Ein entliehener 50-Euro-Schein wechselt die Besitzer und tilgt dabei alle Schulden – eine Parabel auf die aktuelle Schuldenkrise und die Theorie der Geldzirkulation, als Hommage an den frühen Stummfilm in Schwarz-Weiß in Szene gesetzt. Der Film „Der Wechsel“ gewann 2017 den NRW-Preis der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen.

  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2021
  • Herkunft :
    • WDR