Jim Black TrioJazzfest Berlin

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48 Min.
Verfügbar vom 08/11/2020 bis 08/11/2021
Das Jim Black Trio erzeugt musikalische Spannungen zwischen fragilen Melodien und fragmentarischen Rhythmen.
Unterschiedlichste Formationen hat der Schlagzeuger Jim Black über die Jahre geleitet, doch keine ist fesselnder als sein Trio mit dem österreichischen Pianisten Elias Stemeseder und dem New Yorker Bassisten Thomas Morgan. „Reckon“, das letzte Album der Band, bot einen aufregenden Paradigmenwechsel – es entstand aus gemeinsamen Proberaum-Improvisationen und -Kompositionen. Blacks treibendes und dennoch sehr freies Spiel testet immer wieder die Grenzen des geschriebenen Materials aus. Die frenetischen Stücke zeigen eine schlanke Klarheit in jeder einzelnen Linie und versetzen dennoch den Puls ins Rasen, weil jedes Element mit seinem aus dem Lot geratenen Schub neue Reibung erzeugt. Pianist Elias Stemeseder wechselt zwischen geschmeidiger Melodik und mosaikartiger Komplexität. Mit seinen zackigen Kontrapunkten und seinem einfallsreich präparierten Klavier wirkt er als Gegenstück zu Jim Black. So kann das Trio genügsam in lyrischer Schönheit baden oder musikalische Spannungen zwischen fragilen Melodien und fragmentarischen, bisweilen frenetischen Rhythmen auskosten. Vor zwei Jahren ist der New Yorker Black nach Berlin gezogen und musikalisch bereits fest verwurzelt in der Stadt. Den Bass übernimmt beim Jazzfest Berlin mit Felix Henkelhausen statt Thomas Morgan ein vielversprechendes Talent der jüngeren Berliner Szene.

Jim Black - drums
Elias Stemeseder - keys
Felix Henkelhausen - bass

Foto © Cristina Marx

  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020