MEOW!Jazzfest Berlin

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46 Min.
Verfügbar vom 08/11/2020 bis 08/11/2021
Etwas Katzenhaftes umgibt das Quartett MEOW!, das durch schnelle Richtungswechsel und Überraschungsangriffe begeistert.
Die Musiker*innen schöpfen in ihren gestaltwandlerischen Darbietungen aus einem großen stilistischen Fundus, wodurch sie nie lange auf dem Fleck bleiben. Am Schlagzeug sitzt Jim Black. Er ist ein Altmeister des Chaos, der mit klackernden Grooves alles dekonstruiert und mit einer Hand die Musik gnadenlos vorantreibt, während er die andere dazu nutzt, mit wild zerstückelten Rhythmen Sand ins Getriebe zu streuen. Seine Mitstreiter*innen komplementieren und konterkarieren diese Achterbahnfahrt mit ihren eigenen, unberechenbar hintertriebenen Plänen. Bassgitarrist Dan Peter Sundland schaltet hin und her zwischen stichelnden Lines und sprunghaft zersplitterten Tonkaskaden, die Blacks perkussives Gewebe mit chirurgischer Präzision vernähen. Liz Kosacks treibendes Spiel liefert der Combo die nötige zusätzliche Schubkraft. Die einzigartig charismatische Vokalistin Cansu Tanrıkulu, die Ping-Pong-artig zwischen verrückten, urkomischen Ausbrüchen, wortlosen Pointen und einschüchternden Schreien pendelt, komplettiert das hochkarätige Line-up an Wahlberliner*innen. MEOW! umarmt alles und nichts auf einmal. Sie machen lebhaften Gebrauch von jedem Angriff, der dem Moment gerade Sinn verleihen könnte, und machen im gleichen Tempo wieder kehrt, sodass garantiert ist, dass kein Auftritt jemals dem vorherigen gleichen wird. Das Quartett tanzt auf dem Hochseil, pfeift auf Netz und doppelten Boden und wandelt komplett angstfrei, wohin die kollektive Muse sie gerade lockt.

Liz Kosack - synth
Jim Black - drums
Cansu Tanrıkulu - vocals
Dan Peter Sundland - bass

Foto © Fs Schindelbeck

  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020