TracksRyan Creamer / Wang Bing / Craftivisme / Lova Lova

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30 Min.
Verfügbar vom 29/01/2021 bis 20/01/2024

Diese Woche: Ryan Creamer: Cremig gut! / Wang Bing: Made in China / Craftivisme: Aufstand der Weberinnen / Lova Lova: Der kleine Hexer

(1): Ryan Creamer: Cremig gut!
Der 28-jährige Ryan Creamer hat etwas Unglaubliches geschafft: Er wurde ein Pornostar, ohne ein Fleckchen nackte Haut zu zeigen. Seine Videos tragen Titel wie „Ich, der Klempner, zeige euch, wie euer Rohr wirklich sauber wird“, sind völlig jugendfrei und konkurrieren dennoch mit den beliebtesten Hard-Core-Streifen auf der Plattform „PornHub“. Insgesamt 12 Millionen Mal wurden seine 82 Videos bereits abgerufen! Und letztes Jahr machte der propere Ryan als Moderator der „PornHub“-Awards die Filmplattform wieder hoffähig, der vorgeworfen wurde, kinderpornografisches Material zu hosten.
(2): Wang Bing: Made in China
Wang Bing filmt, wie er atmet – ohne Unterlass! Seine Sozialdokus zeigen das zeitgenössische China mit seinen verlorenen Illusionen, weitab von den schillernden Wimmelbildern, die das Xi‑Jinping‑Regime so gern in der Öffentlichkeit verbreitet. Der Durchbruch gelang dem 53-Jährigen mit seinem neunstündigen Film „Tie Xi Qu“ („West of the Tracks“), in dem er 1999 den Zerfall der chinesischen Schwerindustrie dokumentierte. Inzwischen hat Wang Bing ein gutes Dutzend Filme gedreht, einige davon bis zu 14 Stunden lang. Auf dem Kunstenfestivaldesarts in Brüssel hat er das Studio nachgebaut, in dem er während des Lockdowns in China gearbeitet hat, und unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln auf unsere Fragen geantwortet.
(3): Craftivisme: Aufstand der Weberinnen
Stricken gegen den Kapitalismus? Weben für eine bessere Welt? Das geht – und heißt „Craftivism“! Die Anhänger der 2009 von Sarah Corbett in England gegründeten Bewegung nutzen traditionelle Handarbeitstechniken zur Vermittlung ihrer gesellschaftskritischen Botschaften. Sarah Corbett, die sich selbst als „Punkerin“ bezeichnet und in einer linksaktivistischen Familie aufwuchs, erkämpfte mit ihren bestickten Taschentüchern bereits höhere Löhne für die Mitarbeiter*innen der Kaufmarktkette „Marks & Spencer“; die Amerikanerin Diana Weymar verziert Vintage-Objekte mit gestickten Twitter‑Nachrichten von Donald Trump.
(4): Lova Lova: Der kleine Hexer
Mit zehn Jahren war Wilfried Luzele ein Fan von Rapmusik und „Dragon Ball Z“, wurde als „Hexenkind“ gebrandmarkt und aus dem Kirchenchor von Kinshasa ausgeschlossen. Er trat der gesellschaftskritischen „Sapeur“-Bewegung bei, bevor er sich wieder seiner ersten Liebe widmete: dem Gesang. Heute nennt er sich „Lova Lova“ und singt auf Lingala, Kikongo und Französisch vom Alltag in seiner kongolesischen Heimat.


  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020
  • Herkunft :
    • ARTE F