TracksKulturelle Aneignung in der Popkultur

Nächstes Video

31 Min.
Verfügbar vom 25/02/2021 bis 25/02/2022
Kaum ein Schlagwort hat die Popkultur in den vergangenen Jahren so stark beschäftigt wie der Vorwurf der "kulturellen Aneignung". Stets steht auch der Vorwurf im Raum, die meist weißen Künstler*innen bedienten und bereicherten sich ungefragt an kulturellen Leistungen marginalisierter Kulturen. "Tracks" blickt zurück auf die lange Geschichte der kulturellen Aneignung im Pop.

(1): Kulturelle Aneignung in der Musik
Ist Elvis wirklich der „King of Rock’n’Roll“? Wer verdient tatsächlich an den großen Soulhymnen, und was sollte man als weißer Europäer beachten, wenn man sein Geld mit Reggae oder Hip-Hop verdient? Zusammen mit Künstler*innen wie Ade Bantu, Sister Sledge, Robert Glasper, Jon Batiste, Denyo und Disarstar wirft „Tracks“ einen Blick zurück in die Geschichte der kulturellen Aneignung in der Musik.
(2): Raubkunst und Restitution
Auch Raubkunst ist eine Form der kulturellen Aneignung. Über 90% der vorkolonialen afrikanischen Kunst- und Kulturschätze befinden sich in Europa, und die Forderung nach Restitution dieser Objekte wird zunehmend ungeduldiger. Der kongolesische Aktivist Mwazulu Diyabanza und das deutsche Kunstkollektiv Frankfurter Hauptschule nehmen die Restitutionsforderungen in die eigene Hand. Die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und der Ökonom Felwine Sarr erklären, warum diese Ungeduld berechtigt ist.
(3): Don’t steal my moves! Voguing und kulturelle Aneignung
Voguing ist überall. Spätestens seit Madonnas Hit „Vogue“ gehört der Tanz zum Standardrepertoire der großen Stars wie Aya Nakamura, Miley Cyrus oder Ariana Grande. Das hat nicht nur Vorteile, findet die Szene hinter dem Tanz. Als Teil der Ballroom-Kultur ist sie auch ein sicherer Ort für queere „People of Color“. Lasseindra Ninja, Sophie Yukiko, Vinii Revlon und Rheeda LaDurée erklären, das Voguing viel mehr als ein cooler Tanz ist.


  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2021
  • Herkunft :
    • ZDF