Ein Schatten auf dem Mythos Rommel

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Verfügbar vom 07/08/2020 bis 09/08/2022
Was ist der richtige Umgang mit Denkmälern umstrittener Persönlichkeiten? Im schwäbischen Heidenheim, dem Geburtsort von NS-General Erwin Rommel, hat man sich dazu entschieden, den Gedenkstein, der seit knapp 60 Jahren an den « Wüstenfuchs » erinnert, durch ein Gegen-Kunstwerk zu ergänzen.
Rommel als tapferer und taktisch versierter Kriegsheld – dieser durch die NS-Propaganda geprägte Mythos bestand nach dem Zweiten Weltkrieg fort. Er wurde zum Vertreter einer « sauberen » Wehrmacht stilisiert – und  durch seinen erzwungenen Selbstmord nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 in die Nähe des Widerstands gerückt.
Inzwischen sehen Historiker Rommels Rolle kritischer. Aktives widerständisches Verhalten konnte bis heute nicht nachgewiesen werden – Experten gehen höchstens von Mitwisserschaft aus. Teil der Neugestaltung des Denkmals ist deshalb auch eine Website, die aktuelle Forschungsergebnisse zusammenstellt und eine historische Kontextualisierung bietet.

  • Journalist :
    • Clara Surges
  • Land :
    • Frankreich
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020