Durch die Nacht mit ...Anne Imhof und Matthias Lilienthal

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53 Min.
Verfügbar vom 10/10/2020 bis 24/11/2020
Untertitel für Gehörlose

Die Performance-Künstlerin Anne Imhof trifft den scheidenden Intendanten der Münchner Kammerspiele, Matthias Lilienthal, der behauptet: "Ich war der meistgehasste Mensch in München." Lilienthal zeigt, was sein Haus trotz Corona-Krise auf die Beine gestellt hat. Stargeigerin Anne-Sophie Mutter stößt dazu. Am Ende sind sie sich einig: So wie es vorher war, wird es nicht mehr.

Die Performance-Künstlerin Anne Imhof, bekannt geworden durch ihre preisgekrönte Performance „Faust“ bei der Biennale in Venedig 2017, trifft den scheidenden Intendanten der Münchner Kammerspiele, Matthias Lilienthal. Während Imhof hinter ihrer Kunst verschwindet, hat Lilienthal, der sein Theater zu wichtigen Auszeichnungen führte, durch seine Vision eines Stadttheaters öffentlichen Zorn auf sich gezogen. Der Abend beginnt in den Münchner Kammerspielen, wo Anne Imhof eine visuell spektakuläre, aber etwas unberechenbare KI-Installation betritt und ein mysteriöses Orakel erhält. Danach zieht es die beiden ins Olympiastadion, wo man dem Ideal von heiteren Spielen baulich sehr nahekommt, bis ein Attentat die Vision brutal zerstört. Beim Essen im Shibuya Fried Chicken, Imbiss des Sterne-Kochs Tohru Nakamura, realisieren die beiden, dass die Dinge nach der Pandemie nicht mehr so sein werden wie vorher. Danach geht es in die Kunsthalle München, in der die Ausstellung „Thierry Mugler: Couturissime“ auf sie wartet. Lilienthal, der nicht nur äußerlich der Mode trotzt, ist skeptisch, während sich Imhof auf die Ausstellung und einen weiteren Gast freut – die Stargeigerin Anne-Sophie Mutter. Mutter berichtet, dass sie ihr für 2021 geplantes Sabbatical in dieses Jahr vorverschoben hat, um die jetzt abgesagten Konzerte im nächsten Jahr spielen zu können. Im ältesten Programmkino Münchens treffen sie auf den jungen Filmemacher Faraz Shariat und sehen sich Ausschnitte seiner preisgekrönten iranisch-deutschen schwulen Liebesgeschichte „Futur Drei“ an, die in Hildesheim spielt. Nach einem intensiven Gespräch über Chancen, Enttäuschungen und neue Freiräume fahren sie durch das stille München – erschöpft, aber auch glücklich, endlich mal wieder einen aufregenden Abend erlebt zu haben.

  • Regie :
    • Edda Baumann-von Broen
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020
  • Herkunft :
    • ZDF