Beethoven: Sechs Themen und Variationen op. 105Beethoven: Kammermusik aus Wien

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21 Min.
Verfügbar vom 26/06/2020 bis 21/06/2021

Flöte: Patric Pletzenauer
Klavier: Svetlomir Zlatkov

Einstudierung: Petra Stump-Linshalm


Aufgenommen im Beethoven Haus, Probusgasse, Wien
Bildregie: Ulrich Wagner
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Beethoven und sein Werk – Opus 105
März 1820. Die Konversationshefte (siehe Opus 99) enthüllen uns eine Diskussion zwischen Beethoven und seinem Verleger Domenico Artaria über die sechs Variationen über Volksweisen für Klavier und Flöte oder Violine (Opus 105): Er solle den Preis mit Diskretion festlegen“, schlägt der Verleger vor, der das Werk als „klassisch und von Dauer“ beurteilt.
(Séverine Garnier)

Beethovens Variationen über Volkslieder waren gewissermaßen als „Eintrittskarte“ in die Londoner Musikwelt vorgesehen: Der Komponist schmiedete über mehrere Jahre und nicht zuletzt durch seinen Schüler Ferdinand Ries vermittelt mehrere London-Pläne, sagte Kompositionen zu, verfolgte aus der Ferne den Londoner Erfolg seiner dort aufgeführten Werke – und reiste schließlich doch nie in die englische Metropole. Dass er für den dortigen Musikmarkt Volkslieder für Klavier und ein weiteres Instrument ad libitum (hier: Flöte oder Violine) komponierte, entsprach einer großen Vorliebe des englischen Publikums. Unzählige Bearbeitungen von Opern-Arien, Airs, Glees und Volkslieder wurden für solche Besetzungen auf den Markt gebracht, die sich – sowohl für versierte als auch für ungeübtere Musizierende – im Haus selbst aufführen ließen. Diese Form der Musikkultur war äußerst beliebt, und die Nachfrage an immer neuen Musikalien daher schier ungebrochen. Dass sich in den 1816/1818 komponierten Variationen daher auch schottische Airs befinden, ist ebenso genretypisch wie der Hinweis, dass die Variationen leicht auszuführen seien („bien faciles à éxecuté“).


  • Land :
    • Österreich
  • Jahr :
    • 2020