Beethoven: Bläsersextett op. 71Beethoven: Kammermusik aus Wien

19 Min.
Verfügbar vom 20/06/2020 bis 19/06/2021

Klarinette: Elena Biosca Bas, Seiko Miyano
Horn: Davide De Ferrari, Jason Pfiester
Fagott: Lukas Schmid, Balint Vertesi

Künstlerische Leitung: Gottfried Johannes Pokorny

Bildregie: Ulrich Wagner

Aufgenommen im Theatermuseum im Palais Lobkowitz
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Beethoven und sein Werk – Opus 71
Dieses 1810 veröffentlichte Sextett wurde viel früher geschrieben, zwischen 1795 und 1796, als Beethoven noch in Bonn war. Die Idee, für Klarinetten, Hörner und Fagotte zu schreiben, wurde ihm von seinem Auftraggeber Maximilian Franz von Österreich diktiert. Er hatte festgestellt, dass Blasinstrumente seine Verdauung beruhigten.
(Séverine Garnier)

Eines seiner frühen Stücke und „noch dazu in einer Nacht geschrieben“, sei das Bläser Sextett op. 71, wie Beethoven selbst an seinen Verleger schrieb. Soviel Understatement ist ungewöhnlich für den Komponisten, zumal das Sextett für 2 Hörner, 2 Klarinette und 2 Fagotte eines jener Werke ist, in denen Beethoven innerhalb einer fest gefügten Form viel musikalischen Esprit zur Geltung bringt. In dem wohl um 1796, zu Beginn seiner Wiener Zeit entstandenen Sextett geht es um ein Ausloten von Klangmischungen und um das Spiel mit musikalischen Formen. Auch die spieltechnischen Anforderungen an die sechs Instrumentalisten sprechen gegen eine Einordnung als bescheidenes Gelegenheitsstück.
Im Wiener Palais Lobkowitz, in dem Beethoven seinerzeit oft zu Gast war, spielen Studierende der mdw unter der Leitung von Gottfried Johannes Pokorny.

 


  • Land :
    • Österreich
  • Jahr :
    • 2020