Beethoven: Trio für zwei Oboen und Englischhorn op. 87Beethoven: Kammermusik aus Wien

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21 Min.
Verfügbar vom 20/06/2020 bis 19/06/2021

MusikerInnen:
Oboe: Katharina Hörmann, Stefan Peindl
Englisch Horn: Julia Zulus

Einstudierung: Johannes Meissl, Gottfried Johannes Pokorny

Bildregie: Ulrich Wagner
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Beethoven und sein Werk – Opus 87
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als Beethoven sein Opus 88 veröffentlicht, werden Orchestermusiker nur für Konzerte bezahlt. Sie erhalten keinen Lohn für die Proben, die manchmal ganze Tage dauern können, manchmal sogar ohne Mittagspause.
(Séverine Garnier)

Wohl im Jahr 1795 entstand dieses Trio, in einer Zeit, in der sich der 25-jährige Beethoven in Haydns Umkreis bewegte – und doch die gänzliche Anerkennung des ehemaligen Lehrers noch nicht genoss: Nach dem Hören von Beethovens Klaviertrios op. 1 riet Haydn dem jungen Kollegen von der Veröffentlichung des c-moll-Trios ab, zu unverständlich sei es für das Publikum. Als ob Beethoven mit dem Bläsertrio op. 87 erst recht beweisen wollte, dass er die formale Gestaltung eines mehrsätzigen Kammermusikwerks beherrsche, komponierte er das Grand Trio op. 87 geradezu formvollendet: Der Kopfsatz ist als Sonatensatz konzipiert, die Mittelsätze als liedhaft kantables Adagio und als Menuett, der rasche Schlusssatz wiederum als Rondo. Die Anregung, für diese Besetzung zu komponieren, erfuhr Beethoven durch die Musikerfamilie Teimer. Mehrere Mitglieder dieser Familie, die in der Wiener Theaterszene als Sängerinnen, Schauspieler, Flötisten und Oboisten tätig waren, spielten Oboe und auch Englischhorn: Insbesondere Johann, Franz und Philipp Teimer feierten mit ihrem Trio (zwei Oboen und Englischhorn) in Wien große Erfolge, und sowohl das Bläsertrio op. 87 als auch Beethovens Variationen über Mozarts „La ci darem la mano“ sind für diese Trio-Ensemble entstanden.


  • Land :
    • Österreich
  • Jahr :
    • 2020