Italien: Vom schönen Virus der SolidaritätARTE Reportage

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13 Min.
Verfügbar vom 03/04/2020 bis 02/04/2023

In Rom müssen alle zuhause bleiben, aber viele unterstützen diejenigen, die sich nicht selber helfen können.

Nach fast einem Monat Ausgangssperre in den Städten Italiens brechen viele Freiwillige immer wieder ihren Hausarrest, aus purer Solidarität mit ihren Mitmenschen: In Centocelle, einem Viertel in Süden von Rom für die weniger Begüterten, unterstützen Sara, Antonella und Carlos  vom Verein „Appui Mutuel (GAM)“ die Leute, die sich selber nicht mehr helfen können, weil sie alt und gebrechlich sind, behindert, oder weil sie einfach Angst haben rauszugehen.

Sofort nach der Verhängung der Ausgangssperre durch den Ministerpräsidenten Giuseppe Conte setzte sich im ganzen Land eine kleine Armee solidarischer Helfer in Marsch. Die Bewegung « Libera Assemblea di Centocelle (LAC) », eigentlich gegründet, um Zeichen zu setzen gegen die Ausschreitungen rechtsextremer Gewalttäter, fand in ihren Reihen in kaum einer Woche über hundert freiwillige Helfer: Sie kaufen ein für die Bedürftigen und holen Medikamente für sie in den Apotheken. Psychologisch und juristisch geschulte Mitarbeiter beraten per Telefon. Der Zusammenhalt innerhalb der Familie ist nach wie vor sehr wichtig in Italien. Hinzu kommt die große Solidarität untereinander in den ärmeren Vierteln Italiens, die häufig geprägt sind von extrem linken und antifaschistischen Bewegungen. Junge Leute übernehmen freiwillig Aufgaben des Staates, aus purer Solidarität in den Zeiten der Pandemie.

 


  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020