Syrien: Idlib fürchtet das CoronavirusARTE Reportage

13 Min.
Verfügbar vom 10/04/2020 bis 09/04/2023
Seit der Waffenruhe fallen keine Bomben mehr auf das belagerte Idlib, doch nun bedroht sie das Coronavirus.  Die zwischen Moskau und Ankara verhandelte Waffenruhe ab dem 6. März beendete die schweren Bombardements auf die belagerte Region Idlib im Nordosten Syriens. Sie gilt der Regierung des Diktators Assad als letztes Bollwerk der Rebellen gegen sein Regime.  

Nun allerdings fürchten fast vier Millionen syrische Flüchtlinge in ihren improvisierten und überfüllten Lagern einen neuen unsichtbaren Feind, das Coronavirus. Die Pandemie hätte hier verheerende Folgen.  

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs flohen über 70 Prozent des medizinischen Fachpersonals aus ganz Syrien, in den Monaten der Kämpfe um Idlib wurden über 60 Gebäude zerstört, in denen Kranke irgendeine medizinische Versorgung erhalten könnten. In einem der letzten der noch praktizierenden Krankenhäuser kämpfen sie mit einem akuten Mangel an medizinischem Material, Geräten und Medikamenten; sie schaffen es kaum, den täglichen Ansturm an „normalen“ Patienten zu behandeln. Niemand hat in Idlib die medizinische Ausrüstung, um mit dem Coronavirus fertig zu werden. Deshalb rufen die Ärzte und Pflegekräfte der Region nach internationaler Hilfe.   


  • Regie :
    • Suzanne Allant
  • Produzent/-in :
    • Myrto Grecos
  • Autor :
    • Suzanne Allant
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020