Ungarn: Orban macht mobil gegen Roma

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Verfügbar vom 02/03/2020 bis 04/03/2022

Diskriminierung gehört für die Roma in Ungarn zum Alltag. Etwa in der Schule: Rund 60 Schüler wollten sich das nicht mehr gefallen lassen und zogen vor Gericht. Letzten September dann das Urteil: Den Roma stehen Entschädigungszahlungen zu. Gegen das Urteil macht Ministerpräsident Orban jetzt mobil. Niemand soll Geld bekommen, der nicht dafür gearbeitet habe.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte 2012 Ungarn aufgefordert, die Minderheit der Roma besser zu schützen. Doch gerade in den letzten Tagen haben romafeindliche Übergriffe wieder zugenommen.

Die Roma in Ungarn bilden mit 7,5 Prozent der Bevölkerung die größte Minderheit des Landes. Der Begriff Roma umfasst verschiedene Bevölkerungsgruppen, die sich in Sprache, Kultur und Religion unterscheiden. Alle jedoch werden regelmäßig diskriminiert, sei es bei der Wohnungs- und Arbeitssuche oder im Schul- und Bildungsbereich. Die Roma sind auch Ziel rassistischer und gewalttätiger Angriffe. Die ultrakonservative Regierung von Viktor Orban schaut zumeist tatenlos zu.


  • Journalist :
    • Fanny
  • Land :
    • Frankreich
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020