Le Concert de l'Hostel Dieu & Sophie Junker interpretieren La Francesina

55 Min.
Verfügbar vom 19/11/2020 bis 28/10/2021

Le Concert de l’Hostel Dieu und Sophie Junker interpretieren das Repertoire der Sängerin Elisabeth Duparc, bekannt unter dem Pseudonym La Francesina. Aufzeichnung aus den Salons des prachtvollen barocken Straßburger Stadtschlosses „Hanauer Hof“ aus dem Jahre 1731.

Die in Frankreich geborene Sängerin Elisabeth Duparc ( ?-1778) wurde in Italien ausgebildet und in London berühmt – daher ihr Beiname „La Francesina“ (italienisch: „Die kleine Französin“). Sie war eine von Händels letzten Musen, als er den prunkvollen Stil der italienischen Oper aufgab und sich der spirituellen, erhabenen Form des Oratoriums zuwandte. Die Duparc zählt zu den wenigen französischen Sopranistinnen, die niemals auf Französisch, sondern immer auf Italienisch oder Englisch gesungen haben. Händel komponierte für sie so wichtige Rollen wie Semele, Iole („Hercules“), Deidamia, Romilda („Serse“) und Penseroso („L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato“). Die meisten ihrer Zeitgenossen lobten ihr Timbre, ihre sehr bewegliche und „trillerfähige“ Tremolostimme („warbling voice“). Händel schrieb einige Vogelarien für sie, insbesondere „Nachtigall“-Arien wie „Myself I shall adore“.

In diesem Programm bringt die belgische Sopranistin Sophie Junker eine Hommage an La Francesina und erschließt dem Hörer die Gründe für deren zehnjährige Zusammenarbeit mit Händel. Der Bogen von der Oper zum Oratorium spannend, beleuchtet das Konzert die Stimme dieser Muse wie auch den dramatischen Übergang zwischen der italienischen Oper und dem englischen Oratorium. Sophie Junker ist die Nuova Francesina, die Neue Francesina, die der Duparc in diesem glanzvollen Programm an Kraft und Lebendigkeit in nichts nachsteht.

Sophie Junker, Sopran

Franck-Emmanuel Comte, Cembalo und Leitung

Geigen I: Reynier Guerrero – Aleksandra Brzoskowska

Geigen II: André Costa – Sayaka Shinoda

Bratsche: Aurélie Métivier

Violoncello: Aude Walker-Viry

Kontrabass: Nicolas Janot

Theorbe: Manuel de Grange

Georg Friedrich Händel (1685-1759)

1. „Ouverture“, Instrumentalmusik

Auszug aus der Oper „Semele“, HWV 58

2. „Mi parto lieta sulla tua fede“

Arie der Clotilda aus dem 1. Akt der Oper „Faramondo“, HWV 39

3. „My Father!  Ah!“

Arie der Iole aus dem 1. Akt des Musikdramas „Hercules“, HWV 60

4. „Gavotte“ und „Tamburino“, Instrumentalmusik

Auszüge aus der Oper „Alcina“, HWV 34 (3’30)

5. „Myself I Shall Adore“

Arie der Semele aus dem 3. Akt der Oper „Semele“, HWV 58

6. „Nè men con l’ombre d’infedeltà“

„Serse“, HWV 40 (3’)

7. „Sinfonia: Allegro Postillons“, Instrumentalmusik

Aus dem 2. Akt des Oratoriums „Belshazzar“, HWV 61

8. „Và, perfido!“

Arie der Deidamia aus dem 2. Akt der Oper „Deidamia“, HWV 42

9. „Faronell’s Ground for violin and basso continuo“, Instrumentalmusik

Michel Farinel

Sologeigerin: Reynier Guerrero

10. „What Passion Cannot Music Raise and Quell!“

Ode to St. Cecilia’s Day, HWV 76

Solocellistin: Aude Walker-Viry


  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020