Maurizio Pollini spielt Beethovens Klavierkonzert Nr. 5

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42 Min.
Verfügbar vom 05/09/2020 bis 04/03/2021

Maurizio Pollini ist einer der großen Pianisten unserer Zeit. Seine Interpretation der späten Beethoven-Sonaten sind zur Referenz geworden. Im Rahmen des Beethovenjahres zeigt ARTE Concert die Einspielung des 5. Klavierkonzerts mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Karl Böhm.

Beethoven und sein Werk – Opus 73

1809: Die Besatzung Wiens durch die napoleonischen Truppen weckt Ludwigs Patriotismus. Am Rande des Manuskripts des fünften Klavierkonzerts – von einem französischen Verlag fälschlicherweise „L’Empereur“ („Der Kaiser“) getauft, obwohl es Erzherzog Rudolph gewidmet ist – notiert er „Auf die Schlacht Jubelgesang!“, „Angriff!“ und „Sieg!“.

(Séverine Garnier)

Das fünfte Klavierkonzert, sein längstes und kraftvollstes, komponiert Beethoven im Jahr 1809. Bereits im Eröffnungssatz umgibt das Konzert die Idee des Kommandos, wenn der Solist zu Beginn unerwartet allein spielt. Auf den langen ersten Satz folgt ein kurzer, eindringlicher zweiter Satz. Über eine anhaltende, erwartungsvoll tiefe Note, die von den Hörnern am Ende des Satzes gehalten wird, entwickelt das Klavier ein Thema, das sich zum kraftvollen Rondo-Thema des dritten Satzes hochschwingt. Dieses Werk stellt eine Synthese aller Kräfte dar, die in Beethovens Oeuvre im Spannungsbogen gegeneinander wirken. Auch wenn es in der englischsprachigen Musikliteratur oft als "Emperor" bezeichnet wird, stammt diese Bezeichnung nicht von Beethoven.

Der Solist Maurizio Pollini ist einer der angesehensten Pianisten unserer Zeit. Er ist mit den weltweit führenden Orchestern aufgetreten. Der engagierte Pollini, der sich für zeitgenössische Musik einsetzt, spielt häufig Werke von Schönberg, Berg, Webern, Nono, Boulez und Stockhausen. Auch hat er den kompletten Zyklus der Klaviersonaten Beethovens in Berlin, Mailand, New
York, München und anderen Städten zur Aufführung gebracht.


  • Produzent/-in :
    • Unitel
  • Mit :
    • Maurizio Pollini (Klavier)
  • Fernsehregie :
    • Franz Kabelka
  • Dirigent/-in :
    • Karl Böhm
  • Orchester :
    • Wiener Philharmoniker
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 1979