Hetze gegen LGBTI-Menschen: Ein Problem Osteuropas?

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Verfügbar vom 03/07/2020 bis 05/07/2022

Die Regierung des rechtskonservativen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban hat am 10. November 2020 einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Definitionen von Elternschaft und Geschlecht zum Nachteil von Homosexuellen und Transgendern in der Verfassung verankern soll. Auch in Polen und Russland gehören Attacken auf LGBTI Menschen zum Konzept ultrakonservativer Parteien.

Polen, ein traditionell sehr katholisches Land, belegt im Ranking der Nichtregierungsorganisation ILGA, die die Toleranz für LGBTI in 49 Ländern Europas misst, den 42. Platz - das Schlusslicht unter den EU-Staaten. Über 80 polnische Städte wurden von den Behörden zu "LGBTI-freien Zonen" erklärt. In einem Bericht vom 3. Dezember verurteilte die Kommissarin für Menschenrechte des Europarates, Dunja Mijatovic, die "weit verbreitete Stigmatisierung" von LGBTI-Personen in Polen. Ein Phänomen, das sich seit 2017 "verschlechtert" habe. Der Bericht verweist auf die Verantwortung führender politischer Persönlichkeiten, insbesondere des Präsidenten Andrzej Duda und des Parteichefs der Konservativen, Jaroslaw Kaczynski.

Was steckt hinter der Welle homophober Politik im Osten Europas? ARTE Info sucht mit Fourat Ben Chikha, Generalberichterstatter für die Rechte der LGBTI-Menschen in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, und dem Forscher Michel Maietta nach Antworten.


  • Journalist :
    • Jonas Dunkel
    • Pierre Steinmetz
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020