Türkei: "Das Migrationsproblem ist zur politischen Waffe geworden"

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Verfügbar vom 11/03/2020 bis 13/03/2023

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und ihr türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan beraten am Dienstag über die Flüchtlingskrise an der türkisch-griechischen Grenze. Erdogan hatte Ende Februar die Grenzen seines Landes zur EU geöffnet und einen starken Flüchtlingsandrang vor den Toren Griechenlands ausgelöst. Die griechischen Behörden hielten die Grenze teils unter Einsatz von Tränengas geschlossen, doch der Druck auf Brüssel steigt. Die humanitäre Situation ist unhaltbar.
Die Lage lässt den Flüchtlingsstreit zwischen der Türkei und der EU erneut aufflammen. Welche Absichten die Türkei mit diesem Bruch des im März 2016 geschlossenen Flüchtlingsabkommens verfolgt und wie sich die Lage für Flüchtlinge in der Türkei verändert hat, erklärt Pasak Kocadost, Mitglied der türkischen NGO „Zusammen leben“.

Die Initiative wurde 2019 von einer Gruppe von Anwälten und Aktivisten aus Verbänden zur Verteidigung der Menschenrechte und Migranten ins Leben gerufen. Sie arbeitet mit Einwanderern und Flüchtlingen zusammen, um die Öffentlichkeit für ihre Probleme und für die Diskriminierungen, die sie erfahren, zu sensibilisieren. Im Hinblick auf Abschiebungen nach Syrien organisiert sie Demonstrationen gegen die Regierungspolitik.

  • Journalist :
    • Méline Freda
    • Anja Maiwald
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020