Moria: Die Grenzen des Kinderrechtsschutzes

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5 Min.
Verfügbar vom 11/02/2020 bis 13/02/2022
Die UN-Kinderrechtskonvention ist ein Fundament des Rechtsstaates. Doch wenn es um unbegleitete minderjährige Schutzsuchende geht, die in Lesbos unter katastrophalen Bedingungen ausharren, rückt das Kindeswohl in den Hintergrund. In diesem Kontext beleuchtet ARTE Info die Situation unbegleiteter Flüchtlingskinder in Europa.
Die Ausreise minderjähriger Flüchtlinge aus den überfüllten griechischen Lagern hat begonnen: Den Anfang macht Luxemburg, das zwölf unbegleitete minderjährige Migranten aufnimmt. Am 18. April sollen dann 50 weitere Kinder und Jugendliche nach Deutschland gebracht werden. Zahlen, hinter denen Menschenleben stehen und die die Situation vor Ort wohl kaum entspannen können. Doch es ist ein Anfang.

Inzwischen wollen zehn EU-Staaten Griechenland entlasten und 1.600 unbegleitete minderjährige Migranten und andere Flüchtlinge abnehmen. Neben Luxemburg und Deutschland sollen auch Frankreich, Irland, Finnland, Portugal und Kroatien zu der sogenannten Koalition der Willigen gehören.

Als Folge der restriktiven Zuwanderungspolitik Europas harren auf den griechischen Inseln zehntausende Schutzsuchende aus. Die Rechte der zahlreichen unbegleiteten Minderjährigen kann aufgrund der katastrophalen Bedingungen nicht gewährleistet werden. Menschenrechtsorganisationen fordern seit Monaten die rasche Aufnahme von Minderjährigen durch die EU-Staaten.

  • Schnitt :
    • Isabelle Nommay
  • Journalist :
    • Jonas Dunkel
    • Anne-Lyse Thomine
  • Web-Grafiker :
    • Mikaël Giummelly
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020