Klaus Mäkelä dirigiert die 7. Sinfonie von SchostakowitschMit dem hr-Sinfonieorchester

84 Min.
Verfügbar vom 31/03/2020 bis 30/03/2021
Unter der Leitung des jungen finnischen Ausnahmedirigenten Klaus Mäkelä, der mit kaum 22 Jahren zum Chefdirigenten des Oslo Philharmonic Orchestra ab der Saison 2020/21 berufen worden ist, spielt das hr-Sinfonieorchester die 7. Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch.
„So jedenfalls klingt in meinen Ohren Krieg“, hat der Komponist Dmitrij Schostakowitsch über den ersten Satz seiner 7. Sinfonie gesagt. Sie ist kein Soundtrack für ein martialisches Videospiel, sondern eine Musik, geprägt von einem echten Krieg. Entstanden ist sie 1941, als seine Heimatstadt von der deutschen Wehrmacht belagert wurde – es waren mit die grausamsten 900 Tage des Zweiten Weltkriegs. Schostakowitsch aber schrieb keine heroische Schlachtensinfonie, im Gegenteil: Es wurde ein Werk, das die Tragik und Unmenschlichkeit eines Krieges in Töne fasste. Radikal und brutal kann diese Musik klingen, aber auch verzweifelt und grotesk. Zur ersten Probe in der blockierten und ausgehungerten Millionenstadt kamen nur 15 Musiker des Orchesters, die übrigen waren bereits tot. Dennoch stemmte die Stadt eine Aufführung, sie wurde zum Symbol für den Durchhaltewillen der Leningrader, symbolisierte aber auch ihre Trauer.

Das Konzert wurde am 01. November 2019 in der Alten Oper Frankfurt aufgezeichnet.

Foto © Cheikki Tuuli

  • Dirigent/-in :
    • Klaus Mäkelä
  • Orchester :
    • hr-Sinfonieorchester
  • Komponist und Autor :
    • Dmitrij Schostakowitsch
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019