Beethovens Lieder (III) bei der Folle Journée de Nantes

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51 Min.
Verfügbar vom 13/03/2020 bis 31/01/2021

Die Gesamtaufführung der Beethoven-Lieder bei der Folle Journée de Nantes schließt mit Bariton Stephan Genz, Bassbariton Edwin Crossley-Mercer und Yoan Héreau am Klavier: drei Musiker interpretieren sechs Lieder.

Beethoven und sein Werk – Opus 48
Beethoven verliert jede Hoffnung auf die Heilung seiner Taubheit. Er macht sich auf die Suche nach einem barmherzigen Gott. Gedichte von Christian Fürchtegott Gellert helfen ihm, „seinen Schöpfer nicht zu verfluchen“. Er vertont diese Texte mit dem Titel „Die Liebe des Nächsten“, „Die Ehre Gottes aus der Natur“ oder einfach „Bitten“. Von der tröstlichen Kraft der Musik überzeugt, widmet er diesen Zyklus dem Grafen von Browne, der gerade seine Frau verloren hat.

Beethoven und sein Werk – Opus 46
„Einsam wandelt dein Freund im Frühlingsgarten“, heißt es im Gedicht von Matthisson. Mitte der 1790er Jahre macht Beethoven der Sängerin Magdalena Willmann einen Heiratsantrag, doch sie weigert sich. Ludwig hat sich zuvor nicht der Gefühle seiner „Adelaide“ versichert, die ihn „hässlich und halb verrückt“ findet.

Beethoven und sein Werk – Opus 94
1812. Während das Lied „An die Hoffnung“ erscheint, verlassen Franz und Antonie Brentano Wien. Der Abschied seiner „einzig wahren Freunde“ versetzt Beethoven in eine tiefe Depression, die sechs Monate dauert.

Beethoven und sein Werk – Opus 52
In der Grabrede Beethovens vom 29. März 1827 heißt es: „Noch lebt zwar – und möge er lange leben – der Held des Sanges in deutscher Sprach‘ und Zunge; aber der Meister des tönenden Liedes, der Erbe und Erweiterter von Händels und Bachs, von Haydns und Mozarts unsterblichem Ruhme hat ausgelebt.“

Beethoven und sein Werk – Opus 83
Therese Malfatti lehnt Beethovens Heiratsantrag ab. „Ich wünsche Ihnen allen, die guten und schönen Dinge des Lebens. Gebären Sie mich in Gedächtnis, niemand wünschen Ihnen ein helleres, glücklicheres Leben als I-selbst sollte es sein, und selbst dann, wenn Sie gar keinen Anteil nehmen an Ihrem ergebensten Diener und Freund Beethoven.“

Beethoven und sein Werk – Opus 98
Am 6. und 7. Juli 1812 schreibt Ludwig drei Briefe an seine „unsterbliche Geliebte“ ... ohne sie zu nennen! Wer war sie? Giulietta, die manipulative Italienerine? Antonie, die Frau von Franz Brentano, einem guten Freund und Förderer des Komponisten? Die sehr schöne, aber herablassende Josephine von Brunsvik, die Beethoven nach den Erinnerungen von Josephines Schwester Therese „so sehr liebte“? Oder vielleicht doch eine eingebildete Liebe ...
(Séverine Garnier)

Im Mittelpunkt des heutigen Konzerts stehen sechs Werke: „An die ferne Geliebte“ (entstanden 1816 und dem Musikliebhaber Joseph Franz Prinz von Lobkowitz gewidmet), „An die Hoffnung“ (entstanden 1805 zu Ehren der Gräfin Josephine Deym), „Sechs Lieder von Gellert“ (zu Ehren des Grafen Johann Georg von Browne-Camus, entstanden zwischen 1801 und 1802), „Drei Lieder“, „Mailied“ und „Adelaide“ (das erste Lied Beethovens, komponiert im Alter von 25 Jahren).

Programm:

Beethoven -  Sechs Lieder von Gellert Opus 48

Beethoven -   Der Liebende

Beethoven -  Adelaide Opus 46


Beethoven -   An die Hoffnung Opus 94

Beethoven -   Mailied Opus 52 n°4

Beethoven -  Drei Gesänge Opus 83

Beethoven -  An die Ferne Geliebte Opus 98 


Aufzeichnung vom 1. Februar 2020 bei der Folle Journée de Nantes.


  • Regie :
    • Francois-Rene Martin
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020