Beethoven: Klaviertrio Nr. 5 „Geistertrio“Beethovens Kammermusik aus Genf

30 Min.
Verfügbar vom 15/12/2019 bis 31/12/2020

Beethovens fünftes Trio für Klavier, Violine und Cello (Opus 70 Nr. 1) ist besser bekannt unter dem Namen „Geistertrio“. Aufgrund der Besetzung Wiens durch napoleonische Truppen konnte das 1808 geschriebene Werk erst 1809 veröffentlicht werden.

Beethoven und sein Werk – Opus 70.1
1808 bemüht sich Beethoven erneut um eine Unterkunft in Wien zu finden, die seinen Ansprüchen genügt. Zu seinem Glück empfängt ihn seine Freundin, die Gräfin Marie von Erdődy, in ihrem Appartement in der Krügerstraße. Dort lassen sich viele Kammermusik-Konzerte organisieren, die Trios Opus 70 sind der Gräfin gewidmet.
(Séverine Garnier)

Das Trio in drei Sätzen, geschrieben in D-Dur, entstand während Beethovens Winteraufenthalt auf dem Landgut der Widmungsträgerin Gräfin Marie von Erdödy. Das Werk erhielt schon damals löbliche Kommentare des Komponisten Johann Friedrich Reichardt und des Schriftstellers E. T. A. Hoffmann. Der Beiname „Geistertrio“ stammt nicht von Beethoven selbst. Das Hauptthema der Komposition, das sich wie eine melancholische Melodie über den mittleren Satz legt, wird von dem Klavier mit säuselnden Sextollen belegt, die laut Beethovens Schüler Carl Czerny den schaurigen Charakter ausmachen.

Studierende der Musikhochschule Genf interpretieren das populäre Klaviertrio. Unter Anleitung von Dozent Gui-Michel Caillat spielen Camille Guilpain an der Violine, Guillaume Rial am Cello und Serika Saito am Klavier.


  • Mit :
    • Camille Guilpain (Violon)
    • Guillaume Rial (Violoncello)
    • Serika Saito (Piano)
  • Land :
    • Schweiz
  • Jahr :
    • 2019