TracksLaura Casabé / Alban Muja / Lynn Hershman

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31 Min.
Verfügbar vom 07/08/2020 bis 14/08/2023

Für die argentinische Regisseurin Laura Casabé ist Horror im Film ein Mittel für gesellschaftspolitische Forderungen. / Bob Sinclar, Martin Solveig und David Guetta wurden von Party-DJs zu Weltstars. / In seinen Videos und Fotos befasst sich Alban Muja humorvoll mit der Identitätsfindung seiner Heimat Kosovo. / Lynn Hershman, Medienkunst-Pionierin und Erschafferin von Mischwesen

(1): Laura Casabé
Für die argentinische Regisseurin ist der Horror ein Mittel für gesellschaftspolitische Forderungen. In ihrem neuen Film, der im finsteren Misioneras-Dschungel gedreht wurde, dürsten indigene Zombies nach dem Blut von Weißen und rächen sich am Kolonialismus, unter dem sie seit der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert zu leiden haben. „Los Que Vuelven“, der beim Filmfestival Rotterdam gezeigt wurde, ist ein Film in der Tradition des „elevated horror“, jenes Genres, das in den 60er Jahren von George Romero mit „Die Nacht der lebenden Toten“ begründet wurde.
(2): Plattentellerkönige
Ihnen ist das Kunststück gelungen, vom Party-DJ zum Weltstar zu werden. Gestern waren sie noch irgendwelche Angestellte in irgendwelchen Clubs, heute regieren Bob Sinclar, Martin Solveig und David Guetta die Charts – und sind Lichtjahre entfernt von den Gratispartys, auf denen sie ihre Sounds perfektionierten. Ein Rückblick auf die DJ-Awards von 2007, als die Plattentellerkönige über den roten Teppich stolzierten.
(3): Alban Muja
Alban Muja stammt aus dem Kosovo und damit aus einem der jüngsten Länder der Welt. In seinen Videos und Fotos befasst er sich humorvoll und ironisch mit der Identitätsfindung seiner Heimat. Der Künstler wurde 1980 in Jugoslawien in einen interethnischen Konflikt hineingeboren und verbrachte einen Teil seiner Jugend in einem Flüchtlingslager. 2019 vertrat er den Kosovo bei der Biennale von Venedig, wo er sich zum ersten Mal mit einem Thema beschäftigte, das für ihn bis dahin tabu gewesen war: der Krieg.
(4): Lynn Hershman
Als Medienkunst-Pionierin und Erschafferin von Mischwesen aus Frau und Informatikprogramm thematisiert Lynn Hershman seit den 60er Jahren die komplexe Stellung der Frau in der Gesellschaft. In einer von Männern dominierten Kunstwelt erstellte sie sich als eine der Ersten ein Avatar und erreichte so den Durchbruch. Lange vor der Erfindung des Internets nahm sie zehn Jahre lang die Identität einer Blondine namens Roberta Breitmore an. Ein Treffen mit der mittlerweile über 80-jährigen Künstlerin beim Sundance-Festival, wo sie ihr jüngstes Werk „Electronic Diaries“ vorstellte.


  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2020
  • Herkunft :
    • ARTE F