Jessye Norman und Kathleen Battle singen Spiritual

90 Min.
Verfügbar vom 11/10/2019 bis 30/03/2020
In Gedenken an die US-amerikanische Sopranistin Jessye Norman, die am 30. September 2019 im Alter von 74 Jahren verstorben ist, blicken wir zurück auf ihre einmalige Interpretation amerikanischer Spirituals bei einer Gala in der Carnegie Hall von März 1990: religiöse Gesänge, die von den europäischen Kolonialisten nach Amerika gebracht und von ihren Sklaven aufgegriffen wurden.

Die amerikanischen Spirituals kombinieren die Strukturen europäischer Kirchengesänge mit der Ausdruckskraft und den Rhythmen afrikanischer Musik. Sie werden als Fundament der traditionellen afroamerikanischen Musik betrachtet und bilden die Grundlage für zentrale Elemente des Jazz, des Soul und des Hip-Hop. Jessye Norman singt traditionelle Gospels wie "Great Day" und "He’s Got The Whole World in His Hand", die in der Interpretation einer Grande Dame der Oper ihre fesselnde Kraft in besonderer Weise entfalten.

Im legendären Konzert in der Carnegie Hall zeigt sich Jessye Norman auf der Höhe ihrer Kunst. Begleitet von der Sopranistin Kathleen Battle und vom Chor der Metropolitan Opera New York demonstriert sie gleichzeitig ihre einmalige Stimme und setzt ein amerikanisches Kulturgut in Einklang mit der vornehmlich weißen klassischen Musik. Jessye Norman war Zeitzeugin der Rassentrennung in Amerika und zeitlebens eine Aktivistin gegen Rassismus .


  • Regie :
    • Brian Large
  • Land :
    • USA
  • Jahr :
    • 2001