Halle: Reaktionen auf den Anschlag

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Ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist hat am Mittwochabend vor der Synagoge von Halle und in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen getötet. Zwei weitere sind schwerverletzt. Der Tatverdächtige wurde festgenommen. Er hatte versucht, auch in die Synagoge einzudringen, in der sich etwa 80 Gläubige zu Jom Kippur versammelt hatten. ARTE fasst die Fakten zusammen.

Wie geht es nun weiter? 
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Donnerstag den Tatort an der Synagoge in Halle an der Saale besuchen. Geplant ist ein gemeinsamer Termin um 11.30 Uhr mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), an dem auch Vertreter der örtlichen jüdischen Gemeinde teilnehmen sollen, wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte. Steinmeier will sich laut Bundespräsidialamt selbst ein Bild vor Ort machen.Um 13.30 Uhr ist am Tatort ein weiterer Besuch von Haseloff mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, Maram Stern vom Jüdischen Weltkongress und Landesinnenminister Holger Stahlknecht (CDU) geplant. Für 15.00 Uhr ist eine Pressekonferenz mit Seehofer, Haseloff, Schuster, Stern und Stahlknecht vorgesehen.

Die Polizei hat die Wohnung des Täters durchsucht und Beweismittel sichergestellt. Die Bundesanwaltschaft sieht die Tat rechtsextremistisch und antisemitisch motiviert, darauf weise auch das Video der Tat hin, das der 27-Jährige online gestellt hatte.Der Zentralrat der Juden beklagte den fehlenden Polizeischutz. 

  • Journalist :
    • Thomas Simmon
  • Land :
    • Frankreich
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019