„Les Indes Galantes“ von Rameau in der Pariser Oper

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236 Min.
Verfügbar vom 12/10/2019 bis 09/10/2020
Hip-Hop-Künstler zu Barockmusik tanzen lassen – so ausgefallen diese Idee auch erscheinen mag, der Theaterregisseur Clément Cogitore und die Choreografin Bintou Dembélé stellten sich der Herausforderung. Das Duo führt auf diese Weise seine 2017 begonnene Arbeit fort, im Zuge derer es für die Plattform „3ème Scène“ bereits Krump mit Rameaus Werk vereinte. 
Was fasziniert Clément Cogitore an der berühmten Ballettoper von Jean-Philippe Rameau? Die Beziehung zum Fremden, der Mythos des „edlen Wilden“, der während der Aufklärung großen Anklang fand. Mit den exotischen Motiven der „Indes Galantes“ (die in die Türkei, nach Nord- und Südamerika und Persien führen) möchte der Theaterregisseur sein Publikum mit heutigen Vorurteilen konfrontieren. Er verlegt die Handlung in ein modernes, städtisches Umfeld. Eigentlich direkt in unsere Städte, wo verschiedene Gemeinschaften und Minderheiten nebeneinander leben, ohne sich je richtig zu begegnen.

Die Saltos der Compagnie Rualité mischen sich mit der Stimmakrobatik der erstklassigen Besetzung: Sabine Devieilhe, Florian Sempey, Jodie Devos, Edwin Crossley-Mercer, Julie Fuchs, Mathias Vidal, Alexandre Duhamel und Stanislas de Barbeyrac.

Das Orchester steht den genannten Künstlern um nichts nach: Cappella Mediterranea spielt unter der Leitung von Leonardo García Alarcón. Auf der Bühne folgen drei Chöre Thibault Lenaerts‘ Anweisungen: der Kammerchor Namur, die Kantorei Hauts-de-Seine und der Kinderchor der Nationaloper von Paris.

Aufführungsmitschnitt am 4. Oktober 2019 im Bastille-Opernhaus in Paris

Foto © Little Shao – OnP 

  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019