Xenius: Klima im WandelLösungen für die Welt von Morgen

27 Min.
Verfügbar vom 04/03/2021 bis 01/06/2021
Untertitel für Gehörlose

Der Klimawandel ist auch hierzulande sichtbar und spürbar. Ein Beispiel: Die Dürrejahre haben Bäumen in ganz Europa arg zugesetzt. Dörthe Eickelberg und Pierre Girard begleiten Manfred Forstreuter und lernen: Bäume sind nicht nur wichtig für eine saubere Luft, sie regulieren auch die Temperaturen in der Stadt. Unter der zunehmenden Dürre leiden auch die Landwirte ...

Lange assoziierte man Klimawandel vor allem mit schmelzenden Eisbergen und Unwettern in fernen Ländern. Inzwischen ist er aber auch hierzulande an vielen Stellen sichtbar und spürbar. Ein Beispiel: Die Dürrejahre haben Bäumen in ganz Europa arg zugesetzt. Von unten betrachtet sehen sie gar nicht so krank aus. Doch der Schein trügt: Erst in der Baumkrone weisen knorrige, kahle Äste ohne Rinde darauf hin, wie stark Bäume unter dem Klimawandel leiden. Dörthe Eickelberg und Pierre Girard begleiten Manfred Forstreuter und lernen: Bäume sind nicht nur wichtig für eine saubere Luft, sie regulieren auch die Temperaturen in der Stadt. An warmen Tagen verdunsten sie im Schnitt bis zu 600 Liter Wasser täglich und kühlen dabei ihre Umgebung. Unter der zunehmenden Dürre leiden auch die Landwirte. Einer von ihnen:  Johann Gerdes. Er verliert schon jetzt jährlich mehrere tausend Euro pro Hektar, weil es zu wenig regnet. Gemeinsam mit Forschern des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung sucht er nach alternativen Ackerfrüchten, die mit dem Klimawandel besser zurecht kommen.
Und auch Manfred Forstreuter sucht nach Alternativen. Im Klimawald in Berlin hat er 800 Rotbuchen aus ganz Europa gepflanzt. Er untersucht, ob die Bäume aus Sizilien oder Madeira besser mit den Klimaveränderungen zurechtkommen. Die „Xenius“-Moderatoren legen selbst Hand an, messen Unterschiede im Wasserhaushalt der heimischen und der exotischen Buchen und pflanzen die potenziellen Bäume der Zukunft.  Für die Zukunft hat sich auch die Stadt Rheine im Münsterland ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2050 möchte sie ihre Treibhausemissionen um 95 Prozent und ihren Energiebedarf um 50 Prozent reduzieren. Wie das gehen soll? Unter anderem durch mehr Radverkehr, Solarenergie und effektive Dämmung. Aber was tun bei Häusern, wo die energieeffiziente Dämmung beim Bau versäumt wurde?


  • Moderation :
    • Dörthe Eickelberg
    • Pierre Girard
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020
  • Herkunft :
    • NDR