Xenius: Fast FashionSo geht es nachhaltiger

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27 Min.
Verfügbar vom 01/07/2020 bis 28/09/2020
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„Fast Fashion“: In den letzten 20 Jahren hat sich unser Kleidungskonsum verdoppelt, von 50 auf rund 100 Milliarden neu gekaufter Stücke. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Bekleidung gesunken. Der Grund: Wegwerfmode, die so günstig ist, dass sie nach zwei- oder dreimal Tragen schon im Altkleidercontainer landet. Dörthe besucht die Berliner Stadtmission und entdeckt Upcycling.
Noch nie haben wir so viele Klamotten besessen: Seit dem Jahr 2000 hat sich unser Kleidungskonsum verdoppelt, von 50 auf rund 100 Milliarden neu gekaufter Stücke. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Bekleidung gesunken. Der Grund: das Phänomen „Fast Fashion“. Wegwerfmode, die so günstig ist, dass sie nach zwei- oder dreimal Tragen schon im Altkleidercontainer landet. Rund 1,35 Millionen Tonnen werden jedes Jahr in Deutschland aussortiert. Die Qualität der Ware ist oft so schlecht, dass sie nur noch geschreddert und zu Putzlumpen verarbeitet werden kann. Ein weiteres Problem von Fast Fashion: In der Kleidung steckt oft nicht nur viel Chemie, sondern auch Mikroplastik, das in Flüsse und Meere gelangt. Auf der Suche nach Fasern, die weniger schädlich für die Umwelt sind, gehen immer mehr junge Modemacher neue Wege. Der letzte Schrei: Textilfasern aus Brennnesseln. Sind sie eine sinnvolle Alternative zu Baumwolle oder Polyester? Bei der Berliner Stadtmission lernt „Xenius“-Moderatorin Dörthe Eickelberg Menschen kennen, die der schnelllebigen Kleidungsindustrie entgegentreten. Hier kommen pro Jahr 700 Tonnen Kleiderspenden an. Dörthe hilft dabei, die Textilien zu sortieren und zu entscheiden, was damit passieren soll. Denn viele alte Kleidungsstücke erhalten durch Upcycling ein neues Textilleben. So können etwa aus alten Jeans hochwertige Designertaschen entstehen.

  • Moderation :
    • Dörthe Eickelberg
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020
  • Herkunft :
    • NDR