Das Orchestre de Paris spielt Wagner, Ravel und Bartókmit Karina Canellakis und Dorothea Röschmann

98 Min.
Verfügbar vom 05/09/2019 bis 03/03/2020

Unter der Leitung der New Yorkerin Karina Canellakis spielt das Orchestre de Paris klassische Werke dreier bedeutender Komponisten. Die stilistische Bandbreite des Programms reicht von Wagners romantischer Ausdrucksform über Ravels impressionistische Kompositionsweise bis hin zu Bartóks volksliedhafter Gestaltungsart.

Die außergewöhnliche Vorstellung umfasst zwei Wagner-Werke: Die „Wesendonck-Lieder“ und das berühmte „Lohengrin“-Vorspiel. Den Liederzyklus komponierte Wagner 1858 nach Gedichten von Mathilde Wesendonck, der Ehefrau eines seiner Mäzene, in die er verliebt war. Die fünf Lieder werden hier von der deutschen Sopranistin Dorothea Röschmann gesungen, die 2017 mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Das Vorspiel zum 1. Akt der romantischen Oper „Lohengrin“ wird vom Orchestre de Paris interpretiert.

Danach ehrt das Orchester einen der einflussreichsten französischen Komponisten, Maurice Ravel, mit der Suite Nr. 2 aus „Daphnis und Chloé“. Ravel komponierte diese choreografische Sinfonie für die Ballets Russes auf der Grundlage des gleichnamigen altgriechischen Liebesromans von Longos. Die Choreografie der Pariser Uraufführung im Jahr 1912 lag in den Händen von Michel Fokine, Startänzer war Vaslav Nijinsky.

Den Abschluss des Abends bildet das „Konzert für Orchester“ des ungarischen Komponisten Béla Bartók. Er komponierte es 1943, kurz nachdem er als erklärter Gegner des Naziregimes aus seiner ungarischen Heimat in die USA geflohen war, als sein erstes Werk im Exil. In dieser für ihn schmerzhaften Situation besann er sich auf die osteuropäische Volksmusik, die ihn immer fasziniert und inspiriert hatte.


  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019