Kokoroko bei Jazz à la Villette

27 Min.
Verfügbar vom 19/09/2019 bis 02/09/2020

Die 2014 gegründete Formation Kokoroko besteht aus acht Musikern unterschiedlicher Herkunft. Sie verweigern sich den Puristen und oszillieren zwischen Afrobeat, Jazz und Highlife – ein echter Schmelztiegel der Kulturen, ganz wie ihre Heimatstadt London. Mit ihrer Musik gehen Kokoroko der britischen Identität auf den Grund und definieren sie neu.

Trompeterin und Kokoroko-Gründerin Sheila Maurice-Grey stammt aus Sierra Leone, Perkussionist und Mitgründer Onome Ighamre kommt ursprünglich aus Nigeria. Ihre Idee war, „mit Gleichgesinnten“ ein ghanaisches Afrobeat-Kollektiv zu gründen, und so machten sich die zwei auf die Suche nach talentierten Musikern aus der britischen Hauptstadt.

2018 veröffentlichten Kokoroko ihre erste Single „Abusey Junction“ beim Label Brownswood und landeten damit gleich einen Riesenerfolg.

Dabei ist es schwierig, ein Musikerkollektiv zu beschreiben, das sich mit aller Macht gegen jede Kategorisierung sträubt und nicht einfach nur in die Jazz-Schublade gesteckt werden möchte. In einem Interview erklärte Gitarrist Oscar Jerome, dass die Improvisationen der Formation den Ruf eingebracht hätten, dem Jazz nahe zu stehen. Dabei seien Improvisationen Bestandteil zahlreicher Musikkulturen, und das wolle Kokoroko auch zeigen.

Die unkonventionelle Formation treibt auch auf der Bühne des Festivals Jazz in La Villette ihren Schabernack mit den Musikgenres – sehr zur Freude des Publikums.


  • Produktion :
    • Oléo Films
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019