Dudamel dirigiert Mahler in Barcelona

96 Min.
Verfügbar vom 05/07/2019 bis 25/09/2019

 In der Jubliläumssaison des Orchesters spielen die Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Gustavo Dudamel in Barcelona eine der populärsten Sinfonien Mahlers: die „Zweite“, nach ihrem Schlusschor „Auferstehungssinfonie“ genannt. Das Konzert findet im prächtigen Palau de la Música Catalana statt, das 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Sein Dirigat von Mahlers „Auferstehungssinfonie“ in der Royal Albert Hall für die BBC Proms 2011 ist legendär. Nun steht Gustavo Dudamel wieder am Pult der Münchner Philharmoniker und haucht der 2. Sinfonie neues Leben ein. Diesmal findet das musikalische Großereignis in einem der schönsten Konzertsäle der Welt statt – dem Palau de la Música in Barcelona.


Der Musikpalast, erbaut von dem renommierten spanischen Stararchitekten Lluis Demènech i Montaner, verpflichtet sich dem Stil des Modernisme. Er ist nicht nur akustisch, sondern auch optisch ein Highlight: bunte Glasfenster und eine nach unten gewölbte gläserne farbenprächtige Kuppel verschaffen dem Palast eine ganz eigene Stimmung. Laut Lluis Domènech i Montaner sollte der Palau de la Música Catalana ein „Garten für Musik“ sein.


„Sterben werd‘ ich, um zu leben!“ – Mahlers 2. Sinfonie ist eines der  bewegendsten Werke der gesamten Konzertliteratur. Allein die Besetzung mit einem sehr großen Orchester, einem Fernorchester, Gesangssolistinnen, Chor und Orgel gehört bis heute zu den größten überhaupt. Form und überwältigende Klanglichkeit schaffen neue Dimensionen.


Trotz seines sehr ambivalenten Verhältnisses zu musikalischen Programm verfasste Mahler im Nachhinein zu seiner 2. Sinfonie Erklärungen, die er später wieder zurückzog. So stellt er im 1. Satz die existentielle Frage „Warum hast du gelebt, gelitten? Ist das alles nur ein großer, furchtbarer Spaß?“ Der 3. Satz paraphrasiert instrumental einen Text aus Des Knaben Wunderhorn. Im 5. und letzten Satz vertonte Mahler das Gedicht „Die Auferstehung“ von Friedrich Klopstock.


Mit der 2. Sinfonie schuf Mahler eine ganz eigene Musiksprache, die über das damals Übliche und Vertraute hinweg ging. Das Werk blieb unverstanden. Erst im 20. Jahrhundert erfuhr die Auferstehungssinfonie die nötige Anerkennung als wegweisendes Werk am Ende des 19. Jahrhunderts.


In der Aufführung aus dem Palau de la Música Catalana mit den Münchner Philharmonikern unter dem Dirigat von Gustavo Dudamel singt der Kammerchor des Palau de la Música Catalana sowie der bedeutendste Volkschor Kataloniens: Orfeó Català. Als Sopranistin wird Chen Reiss auftreten, Mezzosopran singt Tamara Mumford. 


Foto © Rafael Pulido


  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2019