„Tosca“ von Puccini auf dem Festival von Aix-en-Provence

126 Min.
Verfügbar vom 19/07/2019 bis 08/10/2019

Giacomo Puccinis berühmtes Melodram steht erstmals auf dem Programm des Festivals von Aix-en-Provence. Inszeniert hat diese Neuproduktion der französische Filmregisseur Christophe Honoré und verleiht dem Werk durch die Einbeziehung filmischer Elemente eine moderne Note.

Puccinis Oper nach Luigi Illicas und Giuseppe Giacosas Libretto, das seinerseits auf Victorien Sardous Drama „La Tosca“ beruht, stieß nach der Uraufführung im Jahr 1900 aufgrund seiner Neuartigkeit und Drastik bei vielen Kritikern auf harsche Ablehnung. Doch durch die begeisterten Reaktionen der Zuschauer wurde „Tosca“ alsbald zu einem Riesenerfolg und erlangte den Status eines Meisterwerks.

Die Rolle der Tosca, einer in Liebe und Eifersucht entflammten Sängerin, ist eine der begehrtesten im Sopranfach, da sie der Interpretin musikalische Höchstleistungen abfordert, emotional komplex und von tiefer Menschlichkeit geprägt ist. Christophe Honoré wählte in seiner Inszenierung einen völlig neuen Ansatz: Er besetzte die Titelrolle mit zwei US-amerikanische Sängerinnen, die auf der Bühne interagieren. Die eine, Angel Blue, steht am Anfang einer vielversprechenden Karriere; die andere, Catherine Malfitano, ist eine anerkannte und gefeierte Opernsängerin, Preisträgerin eines Emmy Award 1992 für ihre Gestaltung der Titelpartie in der TV-Liveübertragung der „Tosca“.

Dieses Werk symbolisiert Puccinis Interesse für den Verismus und den Beginn seiner Zugehörigkeit zu dieser Bewegung. Und auch Christophe Honoré, für den „das Kino auf einem bedeutenden realistischen Sockel steht“, scheint den Begriff „Verismus“ ehren zu wollen, indem er filmische Elemente einfügt, die dieser klassischen Oper eine naturalistischere und realistischere Dimension verleihen.


  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2019