Re: Wenn die Fluten steigenKüstenschutz gegen Klimawandel

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32 Min.
Verfügbar vom 06/05/2021 bis 04/08/2021
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Weltweit bedroht der Klimawandel unsere Küsten. Bereits im Jahr 2100 könnte der Meeresspiegel vielerorts einen Meter höher liegen als heute. An flachen Küsten wie an der Nordsee ein großes Problem. Um das Leben dort auch in Zukunft zu ermöglichen, tüfteln Forscher und Küstenbewohner an neuen Konzepten.

Auf der nordfriesischen Hallig „Nordstrandischmoor“ ragt bei Sturmfluten einzig das Haus von Nommen Kruse aus dem Wasser. Der Rest der flachen Insel ist überflutet. Das war schon immer so – doch nun droht die Hallig für immer im Meer zu versinken. Um seine Heimat zu retten, arbeitet Nommen Kruse gemeinsam mit Forschern der Universität Göttingen an einer ungewöhnlichen Lösung. Bei Flut trotzt er dem Meer Sediment ab, so dass die Hallig wieder wächst.
Meeresökologin Brenda Walles möchte Küstenschutz und Naturschutz verbinden. Denn die Errichtung von Flutwehren und Deichen ist oft ein enormer Eingriff in die Natur. Vor der niederländischen Nordseeküste legt sie neue Riffe an, mit Austernbänken. Eine natürliche Maßnahme gegen den Anstieg des Meeresspiegels.
Die zerklüftete, flache Atlantikküste der USA ist ähnlich bedroht wie die Ufer der Nordsee. In Norfolk erforscht der deutsche Ozeanograph Sönke Dangendorf, mit welchen Maßnahmen solche Landstriche geschützt werden können. Hilfe kommt aus dem Weltall: „Satellitendaten haben die Meeresspiegelforschung revolutioniert. Weil es das erste Messsystem gewesen ist, was uns Aussagen über den gesamten Ozean gegeben hat.“ Anhand der Daten aus dem Weltall möchte der Forscher genauere Prognosen geben, an welchen Küstenabschnitten der Meeresspiegel durch die Erderwärmung besonders stark steigen wird.


  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020
  • Herkunft :
    • ZDF