Re: Quarantäne auf LesbosDas Virus und die Flüchtlinge

Nächstes Video

33 Min.
Verfügbar vom 10/05/2020 bis 08/08/2020
Untertitel für Gehörlose
Die Helfer im überfüllten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos stehen unter enormen Druck. Trotz Ausgangsverbot versuchen Aktivisten, zehntausenden verzweifelten Flüchtlingen in der Corona-Krise zu helfen. "Re:" begleitet die Helfer in Deutschland und gibt Einblick in die verzweifelte Situation des gefährlichsten Flüchtlingslagers in Europa.

Unter den Geflüchteten auf Lesbos macht sich Panik breit. 40.000 Menschen leben auf engstem Raum, es gibt kaum fließendes Wasser: Falls sich das Corona-Virus in dem Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ausbreitet, droht eine Katastrophe.
Das Versprechen einiger europäischer Länder, wenigstens die Kinder und Jugendlichen sofort aus dem Lager zu holen, geht in den nationalen Corona-Notlagen fast unter. Und doch treiben die Zustände in Moria viele Menschen um. Der Däne Salam Aldeen gründete das „Team Humanity“, das als eines der wenigen Hilfsorganisationen noch im Lager arbeiten darf. Salam selbst wurde Anfang 2020 unter fadenscheinigen Gründen aus Griechenland abgeschoben. Er lebt in Berlin und leitet seine Hilfsorganisation per Telefon und Internet. Unter Hochdruck nähen seine Freiwilligen Gesichtsmasken und verteilen diese im Lager. Salams Kontakt in der Hauptstadt ist Andreas Toelke. Seine NGO „Be an Angel“ plant eine große Kampagne zur Rettung der Kinder und Jugendlichen aus Moria. Dabei hilft auch Murat Tueremis. Er hat den Geflüchteten auf Lesbos in Videoworkshops beigebracht, ihren Alltag filmisch selbst zu dokumentieren. „Re:“ zeigt exklusiv ihre Videotagebücher, die den brutalen Alltag in dem überfüllten Flüchtlingslager zeigen und klarmachen, dass ein wirksamer Schutz für die Menschen dort nicht zu gewährleisten ist. Werden die Helfer den Wettlauf gegen die politische Gleichgültigkeit, die Zeit und das Virus gewinnen?


  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 2020
  • Herkunft :
    • ZDF